Challenge League

Beim FC Wohlen herrscht Penaltyfrust

Die letzte Partie gegen Chiasso am 23. August 2015 endete für Wohlen mit einer 0:3-Niederlage vor Heimpublikum (Symbolbild).

Die letzte Partie gegen Chiasso am 23. August 2015 endete für Wohlen mit einer 0:3-Niederlage vor Heimpublikum (Symbolbild).

Gegen Lausanne verschoss Rexhep Thaqi den letzten Penalty der Freiämter. Beim nächsten Schuss vom Elfmeter-Punkt wird er deshalb nicht mehr zum Zug kommen. Heute Sonntag gegen Chiasso geht es aber nur um eines: Den Tabellenkeller verlassen zu können.

Der erste Penalty im zwölften Anlauf dieser Saison: Endlich! Die Vorfreude beim FC Wohlen im heimischen Stadion Niedermatten im Spiel gegen Leader Lausanne war gross. Aber wer schiesst? Mit Captain Alain Schultz fehlte der sicherste Schütze verletzungsbedingt. Nach langem Hin und Her schnappte sich Rexhep Thaqi den Ball und scheiterte am glänzend reagierenden Lausanne-Torhüter Thomas Castella. Prompt verlor der FC Wohlen gegen die Waadtländer 1:2 und bleibt nach der fünften Meisterschafts-Niederlage im Tabellenkeller.

Gegen Chiasso würde Geissmann schiessen

Natürlich war die vergebene Penaltychance ein Thema während der Teamsitzung. «Es gab vor dem Spiel keine Abmachung, wer den Elfmeter schiesst», blickt Wohlens Trainer Martin Rueda zurück. «Thaqi und Joël Geissmann führten ein kurzes Gespräch. Thaqi war sich seiner Sache absolut sicher und übernahm die Verantwortung. Dass er nicht getroffen hat, ist schlecht, aber nicht mehr zu ändern.»

Was passiert, wenn der FC Wohlen im Auswärtsspiel in Chiasso erneut einen Penalty zugesprochen erhält? Erhält Thaqi eine zweite Chance? «Nein», erklärt Rueda. «Thaqi wird nicht schiessen. Der nächste Schütze heisst Geissmann.»

Am Tag des Spiels nach Chiasso

Mal schauen, wie der FC Wohlen auf die bittere Niederlage gegen Lausanne vor nur gerade 490 Zuschauern reagieren wird. Ist die Luft beim Schlusslicht der zweithöchsten Spielklasse draussen oder folgt die Trotzreaktion?

Eines steht fest: Der Sonntag, 25. Oktober, wird für die Spieler ein langer Tag. Obwohl das Spiel in Chiasso schon um 15 Uhr angepfiffen wird, ist eine Anreise in die Südschweiz am Samstag kein Thema. «Um einen Tag vor dem Spiel ins Tessin zu reisen, fehlt dem FC Wohlen ganz einfach das Geld», erklärt Rueda kurz und knapp.

Und so fährt die Mannschaft mit dem Bus am Sonntag um 8.30 Uhr vom Stadion Niedermatten in Richtung Tessin, wird in Airolo das Mittagessen einnehmen und gegen 13.30 Uhr in Chiasso eintreffen. Anderthalb Stunden später heisst das Motto «Sieg und weg vom Tabellenende».

Mit Kadoic dem Tabellenende entkommen?

Nicht mit dabei aufseiten der Wohler sind die gesperrten Samir Ramizi und Bujar Lika sowie die verletzten Davide Giampà und Simon Dünki. Ob Alain Schultz gegen Chiasso einsatzfähig ist oder nicht, entscheidet sich am Spieltag. Der Routinier konnte wegen seiner Hüftprobleme im Verlauf der vergangenen Tage nur dosiert trainieren.

Erstmals dabei ist Deni Kadoic. Zwar wird das vom FC Basel übernommene Talent nicht von Beginn an spielen, aber ein Teileinsatz des 19-jährigen Mittelfeldspielers liegt nach Aussage von Rueda durchaus drin. Auf die Leistung des FC Wohlen in Chiasso darf man gespannt sein. Mit einem Punktgewinn könnte man die rote Laterne zumindest zwischenzeitlich an den Kantonsrivalen FC Aarau abgeben. Wenn das nicht Anreiz genug ist!

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