Challenge League

Wohlen würde am liebsten nur Auswärtsspiele bestreiten

Auch Nico Abegglen mag lieber den Kunstrasen.

Auch Nico Abegglen mag lieber den Kunstrasen.

Der FC Wohlen spielt in der Fremde erfolgreicher als vor heimischer Kulisse – Wie liefern Ihnen die Gründe.

Die aktuelle Bilanz des FC Wohlen? Sechs Spiele, sechs Punkte! Damit ist der Freiämter Challenge-Ligist gerade noch im Soll. Interessant ist die Tatsache, dass die Mannschaft auswärts noch ungeschlagen ist und satte fünf Punkte geholt hat. Im heimischen Stadion Niedermatten gab es ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Das 0:2 gegen Xamax und das 0:3 gegen Chiasso zeigen, wie schwer man sich vor eigenem Publikum tut.

Die Parallelen zur erfolgreichen Saison 2014/15 sind offensichtlich: Damals holte der FC Wohlen in 18 Auswärtsspielen 40 Punkte und durfte sich als klar bestes Team der zweithöchsten Spielklasse feiern lassen. Zuhause allerdings war die Bilanz negativ: In den 18 Spielen gab es sieben Siege, drei Unentschieden und acht Niederlagen. Mit dem Gewinn von 24 Punkten klassierte sich das Team von Erfolgstrainer Ciriaco Sforza in der Heimtabelle nur auf Rang vier.

Bessere Kombinationen möglich

«Auswärts ist es für uns tatsächlich einfacher», erklärt Wohlens Trainer Martin Rueda. «Weil der Gegner vor heimischer Kulisse meistens das Spieldiktat an sich reisst, haben wir mehr Platz, finden mehr Räume vor und können besser kombinieren. Das kommt unserer offensiv ausgerichteten Spielweise mit schnellen Ballstafetten sicherlich entgegen.»

So gesehen ist es ein Vorteil, dass das nächste Spiel gegen Lausanne im Stade Olympique und nicht im Stadion Niedermatten stattfindet. «Lausanne ist ein Team, das nach vorne spielt und den Torerfolg sucht», sagt Rueda. «Das gibt uns Möglichkeiten. Ich erwarte eine attraktive Partie mit vielen Torszenen. Einfach wird es aber bestimmt nicht.»

Vor eigenem Publikum ist es für den FC Wohlen also schwieriger, Lösungen zu finden. Umso mehr, als die Terrainverhältnisse im Stadion Niedermatten miserabel sind. «Der holprige und unebene Platz darf keine Ausrede sein», spricht Rueda Klartext. «Dennoch ist das Terrain für uns ein Handicap. Wir haben viele gute Techniker im Team, die sich damit sehr schwer tun.»

Hoffen auf den Kunstrasen

Ruedas Aussage lässt sich belegen: Wie gut der FC Wohlen beispielsweise auf Kunstrasen spielt, hat er beim 3:1-Sieg in der IGP-Arena in Wil und beim 2:1-Erfolg im Test in Thun bewiesen. So gesehen wäre es von Vorteil, wenn die Gemeinde Wohlen das Kunstrasenprojekt im Stadion Niedermatten vorantreiben würde.

Kleine Ballkünstler wie Alain Schultz, Joël Geissmann, Mergim Brahimi, Samir Ramizi und Nico Abegglen würden es den Anhängern sicherlich mit starken Leistungen und Siegen in Heimspielen danken. Und lästige Spielverschiebungen wie zuletzt im Februar und März dieses Jahres gäbe es auch keine mehr.

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