3. Etappe

Erdmannlistein begeistert Leserwanderer – auch den Finanzdirektor

110 Leserwanderer waren auf der ersten Familienwanderung von Wohlen zum Erdmannlistein im Wohler Wald dabei. Kinder entdeckten den Freiämter Sagenweg. Und prominente Gäste outeten sich als wahre Leserwandern-Fans.

Optimistisch brach Kapo-Medienchef Roland Pfister zur Wanderung auf. Trotz bedrohlichen Wolken am Morgen erschien er in kurzen Hosen und Kurzarmhemd am Wohler Bahnhof. Den Rat seiner Frau, er möge doch einen Regenschirm mitnehmen, schlug er in den Wind. Sein Optimismus wurde belohnt: Die 110 Leserwanderer kamen trocken beim Erdmannlistein an.

Wanderleiterin Silvia Hochstrasser erzählt die Sage, wie die Pappeln an die Flüsse kamen, und vergleicht die Bünz mit der Po-Ebene.

Wanderleiterin Silvia Hochstrasser erzählt die Sage, wie die Pappeln an die Flüsse kamen, und vergleicht die Bünz mit der Po-Ebene.

Kind mit Nummernschild

Familien liefen auf der 6,4 Kilometer langen Strecke viele mit. Die Route zwischen Wohlen und dem Erdmannlistein im Wohler Wald war sogar für Kinderwagen geeignet. Das machte sich Ralf Bucher als einziger Wanderer zunutze: Der Aargauer Bauernverband-Geschäftsführer und Grossrat schob seine zehn Monate alte Tochter Lara im geländegängigen Wagen ans Etappenziel. Stilecht ausgerüstet mit einem Aargauer Nummernschild – geschmückt mit Kantonswappen, Namen und Geburtsdatum der Tochter.

Finanzdirektor ist Leserwandern-Fan

Als wahrer Fan des Leserwanderns outete sich Regierungsrat Roland Brogli. Für den Finanzdirektor gehört die Aktion fest zum Sommerprogramm: «Jahr für Jahr komme ich in eine Region des Aargaus, die ich kaum kenne.» Den Waldweiher Cholmoos («Sagenhaft!») kürte Brogli kurzerhand zu einem der schönsten Flecken im Freiamt. Und vor dem Erdmannlistein im Wald liess er sich begeistert von seiner stellvertretenden Generalsekretärin Patricia Kettner fotografieren.

Wohlen ist «Chly Paris»

Strohhüte machten Wohlen über die Landesgrenze hinaus bekannt. Wanderleiterin Silvia Hochstrasser erklärte, wie die Mode dem Freiämter Ort den Übernamen «Chly Paris» verschaffte. Dass sich die Hüte auch heute noch gut tragen lassen, demonstrierte der Wohler Gross- und Gemeinderat Ruedi Donat. Sein Original Wohler Strohhut hatte nicht nur einen modischen, sondern auch einen praktischen Nutzen: Während die anderen prominenten Gäste bei der Begrüssung in die Runde winkten, konnte Donat locker seinen Hut zum Gruss erheben.

Die Wanderleiterin und ihre Fans

Und wenn wir schon bei Silvia Hochstrasser sind: Für viele der Leserwanderer war es am Mittwoch ein Wiedersehen mit der Wanderführerin; manche kamen auch extra wegen ihr auf die Wanderung. Längst ist sie eine Institution des Leserwanderns. In den vergangenen Jahren begleitete sie unzählige der Aargauer Etappen. «Ohne Silvia ist das Leserwandern kein Leserwandern», sagte eine Wanderin aus Lenzburg. (mbü/sva)

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