Die Zeiten sind zwar vorbei, als Mitarbeiter des Werkhofs an einer Badenfahrt ihre Arbeit gleich mehrmals unterbrechen mussten, weil Glasscherben die Pneus ihrer Fahrzeuge aufschlitzten. Denn an der letzten Badenfahrt vor fünf Jahren wurde der Verkauf von Glas erstmals verboten. Trotzdem bleibt die Abfallentsorgung während des Stadtfestes für den Werkhof eine Herkulesaufgabe.

Stadtrat Roger Huber zum sauberen Stadtfest

Stadtrat Roger Huber zum sauberen Stadtfest

Daran ändert auch nichts, dass dieses Jahr ein Mehrweg-Depot-System Abhilfe schaffen soll. «Mit diesem System wollen wir die Abfallmengen verkleinern», sagt Stadtrat Roger Huber, Ressortchef Liegenschaften/Anlagen. Betroffen seien aber nur Trinkbehälter, betont Huber. «Wir hätten auch weiter gehen und das System auf sämtliches Geschirr – also auch Snackschalen, Teller und Besteck – anwenden können.» Doch man wolle jetzt erst einmal mit den Getränkebechern Erfahrungen sammeln. «Immerhin stammt 70 Prozent des Abfalls aus dem Getränkebereich.»

Neben den Mehrwegbechern dürfen die Festbetriebe noch Aludosen oder Petflaschen verkaufen. «Der Stadtrat hat vom Stadtfest-OK aber ein Konzept verlangt, mit dem so viel Abfall als nur möglich getrennt werden kann», erklärt Huber. So muss am Stadtfest jede Festwirtschaft, die Aludosen und Petflaschen verkauft, je einen Alu- und einen Pet-Behälter aufstellen.

Total 4000 Mannstunden

Zehn Tage wird das Stadtfest dauern. Dies im Gegensatz zu den meisten anderen Grossanlässen, die sich nur über ein Wochenende erstrecken. Doch das sei nicht die einzige Herausforderung, sagt Thomas Stirnemann, Leiter Werkhof. «Anders als andere Feste wird das Stadtfest ein offenes Festgebiet haben, was unsere Arbeit erschwert.»

Auch die Bewirtschaftung der Abfallbehälter werde zur grossen Herausforderung, blickt Stirnemann voraus. Drei 2er-Teams werden während der Betriebszeiten die vollen Abfallsäcke auswechseln. Jeden Morgen ab 4 Uhr (am Wochenende ab 5 Uhr) werden 16 bis 20 Mitarbeiter des Werkhofes die Stadt reinigen, damit das Fest am Abend wieder neu beginnen kann. Um den Aufwand in Zahlen zu verdeutlichen: Der Werkhof wendet für das Stadtfest rund 4000 Mannstunden auf.