An einem Festbesuch vor einem Jahr mussten Sandra Eglin und Eliane Walter dringend auf Toilette. Sie stellten sich widerwillig in die Schlange vor einem Plastik-WC-Häuschen und beschlossen dann kurzerhand, dass für das Stadtfest Baden hygienischere WCs her mussten – die Idee für das «Pipi de Luxe» war geboren.

«Öffentliche Toiletten und WC-Häuschen sind oft ekelhaft, besonders für Frauen. Bei uns sollen sich alle wohlfühlen, wenn sie das WC besuchen», erklärt Sandra Eglin. Nach jedem Besuch wird die Toilette gereinigt und desinfiziert – ein Service, den sich die Gäste auch etwas kosten lassen müssen. Ein WC-Besuch kostet drei Franken. Dennoch sind die Organisatorinnen überzeugt, dass ihr Konzept begrüsst wird: «Wir glauben, der Bedarf ist da. Das Echo war bisher sehr positiv», sagt Eglin.

Verliebt in Schnickschnack

Innen wie auch aussen wird der gemietete Wagen für das Stadtfest liebevoll dekoriert. «Wir sind beide verliebt in Schnickschnack. Der ganze WC-Wagen wird deshalb mit sehr viel Liebe zum Detail realisiert», sagt Eliane Walter. Damit auch die Fassade des Wagens in sanftem Rosa erstrahlen kann, musste zuerst die gesamte Verkleidung geplant und geschreinert werden.

Geholfen hat dabei Eglins Vater, ein pensionierter Schreiner: «Ohne ihn wäre es nicht gegangen. Es ist unglaublich, wie gross der Aufwand für ein schönes WC-Haus ist», staunen die Organisatorinnen. Neben einem freundlich dekorierten und sauberen WC erwarten die Besucher auch verschiedene Goodies. Während sich die Frauen unter anderem bei Tampons, Handcrème und Haarspray bedienen können, stehen den Männern Haargel, Feuchttücher und Deodorant zur Verfügung.

Eglin und Walter kennen sich seit dem Teenageralter und führen seit zwei Jahren ein eigenes Geschäft in Wettingen. Mit dem «Pipi de Luxe» haben sie nun ein weiteres gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, das sogar Zukunft haben könnte: «Die Geburt muss zuerst überstanden werden, erst dann können wir weitersehen», erklärt Walter, «Aber bisher lief alles wie am Schnürchen. Wir können nur hoffen, dass es am Stadtfest auch so ist.» Dann könnte ein weiterer Einsatz von «Pipi de Luxe» an weiteren Festen geplant werden.

Weitere Informationen: www.pipideluxe.ch