Wie Spatzen auf der Leitung wirkten die Leute. Dicht gedrängt standen sie auch an der Limmatpromenade und warteten gebannt auf die angesagte «Flussraum-Eröffnung». Es fing ganz leise und zauberhaft an, mit ein paar mystischen Dunstschwaden über dem Schartenfels und Lichtblitzen entlang des Ennetbadener Ufers. Auf der Limmat schlängelte sich ein drachenartiges leuchtendes Gebilde von der historischen Holzbrücke Richtung Rostbalken. Fasziniert schaute das Publikum über den Fluss, der in tiefblauem Licht schimmerte.

Über die Fassade des historischen Museums stürzt ein Lichterfall in die Limmat.Alex Spichale

Über die Fassade des historischen Museums stürzt ein Lichterfall in die Limmat.Alex Spichale

Und plötzlich: Ein Knall fuhr allen durch Mark und Bein. Jetzt waren die Pyrotechniker an der Reihe: Riesige Sonnenräder versprühten Funken. Gleichzeitig entzündeten sich Fackeln auf dem Rostbalken. Und dann schoss eine Serie von Feuerwerksraketen in den Nachthimmel. Durch die Rauchschwaden, die sie hinterliessen, tauchte langsam der Schartenfels wieder auf, der nun von spektralfarbigem Licht angestrahlt wurde. In den 24 Fenstern des Museums bildeten 24 Buchstaben das Wort «KURMOLLFISKUSSRAUSCHBISS».

Die az berichtet vom 16. bis zum 27. August täglich über das Stadtfest Baden. Und dies nicht nur in unserem Online-Dossier, sondern auch auf Facebook und über unseren Stadtfest-Twitter-Account @azamstadtfest.

Die az am Stadtfest Baden

Die Installation von Bruno Nagel sollte als reduzierter Versreim verstanden werden, oder eine Art Wortblumenstrauss zur Begrüssung der Stadtfestbesucher. Nebel und Licht verwandelten den Flussraum zum Schluss erneut in eine magische, fast traumartige Szenerie. (UBU)