Amerika
So verbrachten die Vorgänger von Joe Biden ihre Sommerferien – Trump nannte sie «Arbeitsferien»

Donald Trump fuhr nach Bedminster, Barack Obama golfte auf Martha's Vineyard - auch Joe Bidens Vorgänger liessen es sich während ihrer Ferien gut gehen.

Renzo Ruf, Washington
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Der 45. US-Präsident kommt aus den Ferien zurück: Donald Trump reiste am liebsten nach Bedminster, New Jersey.

Der 45. US-Präsident kommt aus den Ferien zurück: Donald Trump reiste am liebsten nach Bedminster, New Jersey.

Shawn Thew / EPA

Donald Trump, Bedminster (New Jersey)

Im Winter zieht es Donald Trump jeweils nach Florida, in sein Ressort in Palm Beach. Im Hochsommer aber ist es dort unerträglich heiss. Also verbrachte der 45. Präsident von 2017 bis 2019 den Hochsommer jeweils in Bedminster (New Jersey), im Trump National Golf Club.

Hier golft der Ex-Präsident: Das Clubhouse des Trump-Golfplatzes in Bedminster.

Hier golft der Ex-Präsident: Das Clubhouse des Trump-Golfplatzes in Bedminster.

Carolyn Kaster / AP

Offiziell waren das, natürlich, «Arbeitsferien», weil Trump der Meinung war, echte Ferien seien seinem Image als angeblicher Schwerarbeiter abträglich. Inoffiziell aber Trump genoss den lauschigen Golfplatz und das luxuriöse Anwesen in der Agglomeration von New York City, fernab von Washington.

Barack Obama, Martha's Vineyard (Massachusetts)

Es war kein Zufall, dass Barack Obama seinen 60. Geburtstag kürzlich auf Martha's Vineyard feierte: Die mondäne Insel vor der Küste Massachusetts, ein beliebtes Ferienziel hochrangiger Demokraten, hat es dem 44. Präsidenten schon lange angetan.

Auch Trumps Vorgänger Barack Obama liebt das golfen: Hier in den Ferien auf Martha's Vineyard.

Auch Trumps Vorgänger Barack Obama liebt das golfen: Hier in den Ferien auf Martha's Vineyard.

Key/AP

So verbrachte er sieben seiner acht Sommerferien von 2009 bis 2017 in grosszügigen Ferienhäusern; einzig im Wahljahr 2012 machte er eine Ausnahme. 2019 kauften sich die Obamas in der Nähe von Edgartown auf Martha's Vineyard gar eine Strandvilla. Der stolze Preis für das Anwesen: 11,75 Millionen Dollar.

George W. Bush, Crawford (Texas)

Jedes Jahr, wenn die schwül-heisse Sommerhitze in Washington jeden Schritt zur Qual machte, floh George W. Bush ... und zwar in die wohl noch heissere texanische Provinz. Dort, im Nest Crawford auf halbem Weg zwischen Dallas und Austin, entspannte sich der Republikaner auf seiner Ranch, die den Namen «Prairie Chapel» trägt.

George W. Bush empfing auf seiner Ranch in Crawford, Texas, gerne internationale Gäste. Im November 2007 war Angela Merkel zu Gast.

George W. Bush empfing auf seiner Ranch in Crawford, Texas, gerne internationale Gäste. Im November 2007 war Angela Merkel zu Gast.

Key/AP

Wenn es dem Präsidenten langweilig wurde, dann schnappte er sich sein Mountainbike und drehte (zusammen mit Secret Service-Agenten) einige Runden. Manchmal empfing er im «Texas White House» auch ausländische Gäste.

Bill Clinton, Grand Teton National Park (Wyoming)

Als Bill Clinton nach einigen politischen Skandalen und Misserfolgen um seine Wiederwahl bangte, da liess er einen Berater herausfinden, wie denn die idealen Sommerferien eines Präsidenten auszusehen hätten. Das Resultat dieser Nachforschungen: Ein Camping-Trip in einen Nationalpark im Westen des Landes. Also verbrachte die Familie Clinton 1995 und 1996 jeweils zwei Wochen lang in Wyoming, um die Natur zu geniessen. Das funktionierte: 1996 wurde Clinton im Amt bestätigt. Und im Sommer 1997 machte die Präsidentenfamilie wieder Ferien auf Martha's Vineyard.

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