Wikileaks
Assange fürchtet weiter um sein Leben

Er ist zwar wieder auf freiem Fuss, doch die Angst vor einem Anschlag ist geblieben. Julian Assange - Gründer der Internetplattform Wikileaks - befürchtet im Falle einer Auslieferung an die USA einem Anschlag zum Opfer zu fallen.

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Dabei vergleicht Assange seine Situation mit dem Mord am ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy.Zwar sei es politisch unmöglich, dass er von Grossbritannien ausgeliefert wird, sollte Assange in London angeklagt werden.

Letztendlich liege sein Schicksal aber in der Hand von Premierminister David Cameron, sollten die USA seine Auslieferung beantragen. Davon ist Assange im Interview mit der Zeitung «The Guardian» überzeugt.

Assange rechnet mit Attentat

Sollte Assange doch ausgeliefert werden, rechnet er mit Einzelhaft. Er glaube, dies mental verkraften zu können. Jedoch fürchtet Assange in einem US-Gefängnis im «Jack-Ruby-Stil» getötet zu werden. Zur Erinnerung: Jack Ruby hatt Lee Harvey Oswald erschossen nachdem dieser den US Präsidenten John F. Kennedy richtete.

Derweil meldet die norwegische Zeitung «Aftenposten», sie sei die erste Medienorganisation, die neben den von Wikileaks fünf ausgewählten Nachrichtenmagazinen und Zeitungen Zugang zu sämtlichen 250000 US-Geheimdepeschen erlangt habe.

Spiegel hat Dokumente auch

«Wir haben dies Dokumente ohne Auflagen und ohne etwas dafür zu bezahlen bekommen» sagte Redaktionsleiter Ole Erik Almlid. Die Zeitung werde die ihr wichtig erscheinenden Depeschen veröffentlichen und unter Umständen heikle Informationen wie Namen unkenntlich machen.

Wikileaks hatte die US-Diplomatendepeschen dem Hamburger «Spiegel», der «New York Times», dem Londoner «Guardian», der Pariser «Le Monde» und der spanischen Zeitung «El Pais» zur Verfügung gestellt.

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