Deutschland: Journalist verunglückt im von Aktivisten besetzten Waldgebiet tödlich

Am Mittwoch ist im Gebiet des Hambacher Forstes ein Journalist durch eine Hängebrücke gebrochen und in die Tiefe gestürzt. Er erlitt dabei tödliche Verletzungen. Das Waldgebiet wird von Aktivisten besetzt, die sich gegen den vorgesehenen Braunkohle-Abbau wehren. Die Räumung des Gebietes wird ausgesetzt.

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Notärzte versorgen den Mann, der von einem Baumhaus im Hambacher Forst gefallen ist. (Bild: Keystone/Christophe Gateau (Kerpen, 19. September 2018))

Notärzte versorgen den Mann, der von einem Baumhaus im Hambacher Forst gefallen ist. (Bild: Keystone/Christophe Gateau (Kerpen, 19. September 2018))

Der Unfall im Hambacher Forst in Deutschland hat sich gemäss mehreren deutschen Online-Nachrichten-Portalen am Mittwoch ereignet. Wie ein Polizeisprecher vor Ort mitgeteilt habe, sei der abgestürzte Mann verstorben, meldet «Spiegel Online». Zuvor sei der Mann durch eine Hängebrücke gebrochen und rund 15 Meter in die Tiefe gestürzt, als er von einem Baumhaus zum nächsten gelangen wollte.

Im Waldstück im Bundesland Nordrhein-Westfalen zwischen Aachen und Köln demonstrieren seit geraumer Zeit Umweltaktivisten gegen den geplanten Abbau von Braunkohle zur Stromgewinnung durch den Energiekonzern RWE. Letzten Donnerstag hatte die Polizei auf Anordnung der Landesregierung damit begonnen, das Gebiet zu räumen. Dieses wird schätzungsweise von rund 100 Aktivisten in gut 50 Baumhäusern besetzt.

Zur Zeit des Unfalles hätten keine polizeilichen Massnahmen in der Nähe der Unglücksstelle und beim betroffenen Baumhaus stattgefunden, sagte gemäss dem Newsticker von «Focus Online» ein Polizeisprecher. Beim abgestürzten Reporter handle es sich demnach um einen «jungen Journalisten, der seit längerem das Leben der Aktivisten in den Baumhäusern dokumentierte». Am Mittwochabend gibt die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen bekannt, dass die Räumung des Waldstückes bis auf Weiteres ausgesetzt wird.

spe

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