Bordeaux
Globalisierungskritik? Hier plündern «Gelbwesten» einen Apple Store

Die Szene ereignete sich in der Nacht auf Sonntag in Bordeaux, im Südwesten Frankreichs. Ein via Twitter verbreitetes Video zeigt, wie vermummte Gestalten in einem Apple Store herumrennen und Macbooks und andere Dinge mitnehmen.

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Zuvor hatten Unbekannte die Fenster des Ladens an der Rue Sainte-Catherine eingeschlagen, wie andere, ebenfalls bei Twitter veröffentlichte Aufnahmen zeigen.

Wer die Macbooks und iPads von den Präsentations-Tischen im Geschäft mitnimmt, ist nicht klar. Vereinzelt sind gelbe Leuchtwesten zu sehen. Die politischen Demonstrationen der «Gilets Jaunes» könnten von Kriminellen – die allenfalls nichts mit den Demonstranten zu tun haben – ausgenutzt worden sein, um im Chaos zu plündern.

Twitter-User kommentieren das Geschehen unterschiedlich. Etwa mit einer gewissen Belustigung:

Andere Kommentatoren kritisieren, dass ausgerechnet bei Protesten, die sich (unter anderem) gegen die negativen Folgen der Globalisierung richten, die Produkte eines global tätigen Unternehmens gestohlen würden:

Oder:

Im ostfranzösischen Saint Etienne kam es am Wochenende ebenfalls zu Laden-Stürmungen in der Innenstadt:

Landesweit waren am Wochenende weit mehr als 100'000 Demonstranten auf den Strassen Frankreichs:

Weihnachtsmann und Gelbweste demonstrieren gemeinsam in Paris.
12 Bilder
Gelbwesten Frankreich am Wochenende vom 8. Dezember
Jetzt auch in Belgien: Die Protestbewegung der gelben Westen breitet sich über Frankreich hinaus aus.
Fast tausend Demonstranten wurden vorläufig festgenommen.
Auch in den Niederlanden, hier in Den Haag, sind Gelbwesten aktiv.
Es folgen weitere Bilder aus Frankreich.

Weihnachtsmann und Gelbweste demonstrieren gemeinsam in Paris.

Rafael Yaghobzadeh

Über 1700 Menschen wurden festgenommen, 1220 kamen in Gewahrsam – das heisst, sie können nach französischem Recht bis zu 24 Stunden festgehalten werden – etwa weil sie im Verdacht stehen, eine Straftat begehen zu wollen. Mehr als 250 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt, darunter rund drei Dutzend Sicherheitskräfte.

(dsc, via 9to5Mac)

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