EU-Sparprogramm
Griechen feiern deutliches Nein – «Sie wollten uns erniedrigen»

Griechenland hat heute die EU-Sparvorlage mit über 60 Prozent abgelehnt. Finanzminister Varoufakis will neu verhandeln, Oppositionschef Samaras tritt zurück, am Montag finden diverse Krisengespräche statt. Verfolgen Sie die Ereignisse im Newsticker!

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Für welchen Weg entscheidet sich Griechenland? Dies fragte sich nicht nur die EU vor der Abstimmung. «Oxi» bedeutet nein, «Nai» Ja.
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Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras bei seiner Stimmabgabe in Athen.
Über 40 Prozent der Griechen haben an der Abstimmung teilgenommen - nicht nur diese ältere Frau. Die Abstimmung ist damit rechtskräftig.
Als sich ein Nein abzeichnet, bricht bei den Nein-Anhängern Jubel aus.
Die Nein-Anhänger strömen zum Syntagma-Platz im Zentrum von Athen.
Sie haben «Oxi» gestimmt, also Nein.
Der Syntagma-Platz in den Abendstunden.
Nein-Wähler rufen Protestslogans.
Nein-Wähler laufen durch die Strassen und rufen Protestslogans.
Griechen feiern das Ergebnis der Abstimmung.
greferendum
Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis meldet sich zu Wort. Nun müsse mit den internationalen Geldgebern neu verhandelt werden. Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis meldet sich zu Wort. Nun müsse mit den internationalen Geldgebern neu verhandelt werden. «Ab morgen fangen wir an, unsere Wunden zu heilen», kündigte er im griechischen Fernsehen an. "Sie haben unsere Banken geschlossen. Sie wollten uns erniedrigen"
Als das Nein feststeht, erklärt der Chef der oppositionellen konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, seinen Rücktritt. Der ehemalige Regierungschef von Griechenland (2012 bis 2015) zog damit die Konsequenz aus der schweren Niederlage des "Ja"-Lagers in der Volksabstimmung über das griechische Sparprogramm.

Für welchen Weg entscheidet sich Griechenland? Dies fragte sich nicht nur die EU vor der Abstimmung. «Oxi» bedeutet nein, «Nai» Ja.

Keystone