Vergewaltigungsvorwürfe
Jetzt kommt Assange hinter schwedische Gardinen

Schlechte News für Wikileaks-Gründer Julian Assange: Ein britisches Gericht hat entschieden, dass dem Australier wegen den Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden der Prozess gemacht wird.

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Julian Assange: Er wird ausgeliefert.

Julian Assange: Er wird ausgeliefert.

Keystone

Die schwedische Justiz verdächtigt Assange unter anderem der Vergewaltigung, hat aber bisher keine Anklage gegen ihn erhoben. Assange bestreitet die Vorwürfe und vermutet politische Motive hinter seiner Strafverfolgung.

Der Australier befürchtet, in dem skandinavischen Land kein faires Verfahren zu erhalten. Er hat die Vorwürfe gegen ihn als Schmutzkampagne wegen des Enthüllungsportals zurückgewiesen. Mit der Veröffentlichung geheimer Berichte zog er sich vor allem den Zorn der USA zu.

Berufung wahrscheinlich

Die Anwälte von Assange hatten bereits zuvor angekündigt, Berufung gegen die Entscheidung des Belmarsh Magistrates Courts einzulegen. Dazu haben sie nun sieben Tage Zeit. Das Gericht muss dann in weiteren 40 Tagen entscheiden, ob es die Berufung annimmt.

Zumindest bis zu dieser Entscheidung kann Assange vorerst in Grossbritannien bleiben, wo er seit Dezember unter strengen Auflagen auf dem Anwesen eines Freundes lebt. (jep/sda)

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