Wikileaks
Julian Assange moderiert für russischen TV-Sender

Der noch immer unter Hausarrest stehende Wikileaks-Gründer Julian Assange wird zum TV-Moderator. Der russische Sender Russia Today nimmt eine von Assange produzierte und geleitete Interview-Reihe ab März in sein Programm auf.

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Julian Assange will vom Internet auf das Fernsehen umsatteln (Archiv)

Julian Assange will vom Internet auf das Fernsehen umsatteln (Archiv)

Keystone

Geplant sind derzeit zehn Interviews mit «wichtigen Politikern, Vordenkern und Revolutionären aus aller Welt. Gedreht wird in England, wo der Australier seit über einem Jahr unter Hausarrest steht und weiterhin gegen eine Auslieferung an Schweden kämpft. Dort wird er der sexuellen Nötigung und Belästigung beschuldigt. Im Streit um die Auslieferung startete gestern eine Anhörung vor dem englischen Supreme Court.

Auslieferung an USA befürchtet

Assanges Anhänger sehen in dem Prozess eine reine Hetzkampagne gegen den Internet-Aktivisten. Wikileaks geriet 2010 in die Schlagzeilen, nachdem 2010 dort tausende diplomatische US-Berichte veröffentlicht wurden. Assange befürchtet bei einer Anhörung in Schweden deshalb auch eine weitere Überstellung an die USA.

Auf der Website von Russia-Today beschreibt Direktor Nikolay Bogachikhin Assange nach Vorgesprächen zur Sendung jedoch als «sehr ruhig und gelassen für jemand, der seit über 400 Tagen unter Hausarrest steht.»

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