Rechtsextremer Mord in Deutschland: Verdächtiger gesteht

Der verhaftete Stephan E. gesteht den Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke. Das bestätigt Innenminister Horst Seehofer.

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Die Beerdigung von Walter Lübcke vom 13. Juni in Kassel. (Bild: Getty)

Die Beerdigung von Walter Lübcke vom 13. Juni in Kassel. (Bild: Getty)

(dlw) Der Mordfall Walter Lübcke scheint geklärt. Der CDU-Politiker und Kasseler Regierungspräsident war am 2. Juni mit einer Schussverletzung am Kopf auf der Terrasse seines Hauses gefunden worden. Lübcke erlag den Verletzungen später im Spital. Vergangene Woche verhaftete die Polizei Stephan E., der dringend tatverdächtig war. E. hatte in der Vergangenheit Kontakt zur rechtsextremen Szene und ist mehrfach vorbestraft. Lübckes Tod war von Rechtsextremen im Netz gefeiert worden, der Politiker hatte während der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 den Hass der Szene auf sich gezogen.

Jetzt hat Stephan E. den Mord an Lübcke gestanden. Der 45-Jährige hat dabei laut Bundesinnenminister Horst Seehofer angegeben, alleine gehandelt zu haben. An dieser Version bestehen jedoch Zweifel. Seehofer sagte denn auch, die Aufklärung des «politischen Mordes» sei trotz des Geständnisses noch nicht abgeschlossen. Das Motiv der Tat ist noch nicht restlos geklärt.

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