Ukraine
Regierung in Kiew: «Fünf NATO-Staaten haben uns Waffenlieferungen zugesagt»

Gemäss der ukrainischen Regierung in Kiew hätten verschiedene NATO-Staaten versprochen, Waffen zu liefern. Russland reagierte umgehend mit Besorgnis. Derweil wird die Feuerpause in der Ostukraine durch einzelne Gefechte geritzt.

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Raketen an einer Rüstungs-Messe. (Symbolbild)

Raketen an einer Rüstungs-Messe. (Symbolbild)

Keystone

Die ukrainische Regierung setzt in ihrem Kampf gegen prorussische Separatisten auf Waffenlieferungen einzelner NATO-Staaten. Die USA sowie Frankreich, Italien, Polen und Norwegen hätten der prowestlichen Führung jetzt eine solche Unterstützung versprochen, sagte der ukrainische Präsidentenberater Juri Luzenko am Sonntag in Kiew.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte auf dem NATO-Gipfel in Wales gesagt, dass NATO-Staaten der Ukraine Präzisionswaffen in Aussicht gestellt hätten. Konkrete Länder nannte er aber nicht.

"Auf dem NATO-Gipfel wurden Vereinbarungen mit westlichen Militärberatern und die Lieferung moderner Waffen erreicht", sagte nun der frühere Innenminister Luzenko.

Russland reagierte mit Besorgnis. Der einflussreiche Aussenpolitiker Alexej Puschkow forderte die NATO mit Nachdruck zur Klarstellung auf, wozu die Waffen geliefert und gegen wen sie eingesetzt werden sollen.

Der nationale Sicherheitsrat in Kiew bekräftigte zugleich, trotz mehrerer Zwischenfälle an der geltenden Feuerpause in der Ostukraine festhalten zu wollen. "Wir reden derzeit nicht über eine Unterbrechung der Waffenruhe", sagte Vizechef Wladimir Polewoj. Das Militär halte alle Vereinbarungen weiterhin ein.

Er warf aber den prorussischen Aufständischen "Provokationen" vor. "Das muss sofort aufhören", forderte Polewoj. (sda)

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