Deutschland
Schwerer Unfall in Bayern: Bus komplett ausgebrannt ++ Polizei bestätigt 18 Tote

Nach dem schweren Busunfall auf der A9 in Bayern gehen die Ermittler offiziell vom Tod von 18 Menschen aus. Die vermissten 18 Businsassen "dürften wohl in dem brennenden Reisebus ums Leben gekommen sein", teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof am Montag mit. Bei den Businsassen handle es sich um eine Seniorengruppe aus Sachsen.

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Experten der Polizei arbeiten an der Unfallstelle auf der Autobahn A9 vor dem ausgebrannten Anhaenger eines Lkw.
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Experten der Polizei arbeiten an der Unfallstelle auf der Autobahn A9 vor dem ausgebrannten Anhaenger eines Lkw.
Busunglück in Bayern: Ein Reisecar brannte komplett aus.
Das Luftbild zeigt die Unfallstelle auf der Autobahn A9 bei Muenchberg (Bayern)
Der Reisebus brannte nach dem Unfall komplett aus.
Im Bus befanden sich 46 Passagiere und zwei Fahrer. Viele wurde beim schweren Auffahrunfall verletzt.
Bei 18 der insgesamt 48 Businsassen ist nach dem Unfall unklar, wo sie sich befinden – die Polizei befürchtet, dass sie im ausgebrannten Bus gestorben sind.
Rettungskräfte auf der A9 bei Münchberg (Bayern) im Einsatz nach dem schweren Busunfall.
Der Unfall ereignete sich vor Münchberg nördlich von Bayreuth nahe der tschechisch-deutschen Grenze.
Der Reisebus ging auf A9 bei Münchberg in Flammen auf

Experten der Polizei arbeiten an der Unfallstelle auf der Autobahn A9 vor dem ausgebrannten Anhaenger eines Lkw.

A4488/_Nicolas Armer

Bei den Businsassen handle es sich um eine Seniorengruppe aus Sachsen, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof am Montag mit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa stammen die Fahrgäste aus der Oberlausitz und dem Grossraum Dresden.

Nach Angaben der Ermittler sollen Spezialisten der Rechtsmedizin und des Bundeskriminalamts die Leichen aus dem ausgebrannten Bus bergen und identifizieren. Von den insgesamt 48 Businsassen - 46 Fahrgäste und zwei Fahrer - seien 30 in umliegende Spitäler gebracht worden, einige von ihnen seien schwer verletzt.

Der Reisebus war der Polizei zufolge am Montag in Sachsen gestartet. Am Morgen kurz nach 7.00 Uhr war er nahe Münchberg im Landkreis Hof in Bayern bei sich stauendem Verkehr auf einen Sattelzug aufgefahren und vollständig ausgebrannt. Übrig blieb nur noch ein verkohltes Gerippe des Wracks.

Grosseinsatz der Rettungsdienste

Die Polizei sperrte die A9 in beide Richtungen. Rund 200 Einsatzkräfte der Rettungsdienste, Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort. Ausserdem waren mehrere Rettungshelikopter im Einsatz über der Unfallstelle zwischen der Anschlussstelle Münchberg-Süd und Gefrees.

Es bildeten sich lange Rückstaus. Die Sperrung der A9 in Fahrtrichtung Berlin wurde nach mehreren Stunden aufgehoben, die Sperrung in Richtung Nürnberg sollte voraussichtlich den ganzen Tag andauern.

Merkel bestürzt

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe "mit grosser Bestürzung" auf das Unglück reagiert, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Das Mitgefühl gelte den Opfern und ihren Angehörigen. Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt machte sich nach Angaben eines Ministeriumssprechers auf den Weg zur Unglücksstelle.

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