Istanbul
Überwachungs-Video zeigt: So haben die Saudis Khashoggis Kleider verschwinden lassen

Drucken
Teilen
Links ist Jamal Kashoggi zu sehen, recht mutmasslich Mustafa al-Madani.

Links ist Jamal Kashoggi zu sehen, recht mutmasslich Mustafa al-Madani.

Screenshot CNN

Und das ist auf dem Video zu sehen:

11:03: Madani betritt saudisches Konsulat

Screenshot CNN

Um etwa 11 Uhr betritt ein Mann das saudische Konsulat in Istanbul. Laut türkischen Sicherheitskreisen heisst er Mustafa al-Madani und ist Teil eines 15-köpfigen Teams, welches angeblich für Khashoggis Tod verantwortlich ist.

13:14: Khashoggi betritt saudisches Konsulat

Screenshot CNN

Gut zwei Stunden später folgt Khashoggi. Er trägt graue Hosen und einen dunklen Blazer.

14:52: Madani verlässt Konsulat

Screenshot CNN

Etwa eineinhalb Stunden später verlässt Madani das Konsulat. Abgesehen von den Schuhen hat er genau die gleichen Kleider wie Khashoggi an. Sogar einen falschen Bart und eine Brille trägt er.

16:04: Madani vor der blauen Moschee

Screenshot CNN

Später taucht der Mann auf Überwachungskameras vor der blauen Moschee im beliebten Touristenviertel der Bosporus-Metropole auf.

16:29: Madani hat die Kleider gewechselt

Screenshot CNN

Der Mann betritt eine Toilette auf dem Platz vor der Moschee. Nachdem er sie wieder verlässt, hat er wieder die Kleider vom Morgen an und trägt einen Plastiksack. Er wirft den Sack in eine Mülltonne. Gemäss CNN war darin die Kleidung von Khashoggi.

Zeit unbekannt: Im Hintergrund werden die Kleider entsorgt

Screenshot CNN

Zeit unbekannt: Madani in der Nähe des Mövenpick-Hotels

Screenshot CNN

Später ist er in der Nähe des Mövenpick-Hotels zu sehen, gemeinsam mit einem anderen Mann, der mutmasslich zum 15-köpfigen Tötungs-Team gehört. Madani ist sichtlich erleichtert, wie die Videoaufnahmen zeigen.

Die Überwachungsvideos in voller Länge:

CNN berichtet, dass türkische Behörden ihnen die Videoaufnahmen zugespielt hätten. Die Polizei gehe davon aus, dass Saudi-Arabien mit dieser Aktion die Spur von Khashoggi vertuschen wollte. Allerdings kam es nie soweit, Saudi-Arabien gab am Wochenende offiziell zu, dass Khashoggi im Konsulat in Istanbul bei einer «Prügelei» zu Tode kam.

Der saudische Aussenminister meldet sich zu Wort:

Währenddessen meldete sich der saudische Aussenminister zu Wort. Er weist jede Verantwortung von sich und sagte, dass «solche Dinge unglücklicherweise passieren». Und weiter, dass sie sicher sein wollen, dass solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr passieren.

(jaw)

Aktuelle Nachrichten