Kommentar

Inhalte statt Inszenierung

Zusammen mit Vimentis bietet die Aargauer Zeitung eine kostenlose Wahlhilfe im Internet an.

Derzeit treibt der Wahlkampf auch im Aargau seltsame Blüten: Beat Flach und Ruth Jo Scheier nehmen ein grünliberales Lied auf, der Jungfreisinnige Adrian Schoop besucht Entsorgungsstellen, um mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen, gestandene SVP-Parlamentarier wie Hansjörg Knecht und Sylvia Flückiger singen gemeinsam
das Loblied auf Wachhund Willy, während die SP einen Poetry-Slam mit Yvonne Feri und Cédric Wermuth veranstaltet. Dazu kommen Werbespots und zahllose Plakate – doch hilft dies alles den Wählerinnen und Wählern bei der Entscheidung?

Natürlich geht es im Wahlkampf darum, die potenziellen Wähler auf sich aufmerksam zu machen. Doch wichtiger als die Inszenierung ist der Inhalt, sind die politischen Positionen, die Meinungen der Kandidaten zu heiklen Fragen. Was denkt die strahlende Frau auf dem Plakat über die gleichgeschlechtliche Ehe? Wie steht der lächelnde Mann im Inserat zur Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative?

Das sind nur zwei von vielen Fragen, die für eine Wahlentscheidung wohl relevanter sind als die Gesangskünste oder Qualität der Werbevideos von Kandidaten. Dank der Partnerschaft von Aargauer Zeitung und Vimentis haben alle Wähler die Möglichkeit, das Kandidatenfeld zu durchleuchten. Wer sich etwas Zeit nimmt und die 73 Fragen beantwortet, erhält eine Empfehlung, welche Parteien und Kandidaten seine Anliegen am besten vertreten. Damit wird der Wahlkampf sachlicher, was jenen hilft, die mehr auf Inhalte und weniger auf Inszenierung achten.

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