Schloss Lenzburg, der Hallwilersee, der Jurapark, der Weihnachtsmarkt Bremgarten, das Heitere Open Air Zofingen: Das zählen Besucher auf, die man fragt, was Ihnen zum Aargau einfällt. Die Synchrotron-Lichtquelle am Paul-Scherrer-Institut (PSI), die aussieht wie ein gelandetes UFO, der riesige Röntgenlaser Swissfel oder das Zentrum für Protonentherapie dürfte kaum ein Tourist nennen. Und auch im Aargau ist wohl nicht vielen bekannt, dass in Villigen ein Forschungszentrum von Weltformat steht.

Das hängt damit zusammen, dass vieles am PSI für Laien nicht greifbar und kaum verständlich ist. Trotzdem ist die Grundlagenforschung, die im Aargau betrieben wird, äusserst wichtig. Und zwar nicht nur für den Erkenntnisgewinn von Wissenschaftlern, sondern auch für Wirtschaft, Medizin und Gesellschaft. Firmen aus den unterschiedlichsten Bereichen profitieren von der Forschung in Villigen, die so aufwendig ist, dass die Unternehmen diese nicht selber finanzieren und durchführen können.

In den letzten zwei Jahren flossen jeweils rund 300 Millionen Franken an Bundesgeldern ins PSI. Ein grosser Betrag, zumal bei Grundlagenforschung immer die Gefahr besteht, dass ein Projekt keine Ergebnisse liefert, die wirtschaftlich verwertbar sind. Anderseits steckt in vielen Geräten, die heute alltäglich sind, ein bisschen PSI- Forschung – und damit auch ein bisschen Aargau. Dass der Kanton sich als Hightech-Standort präsentiert, ist berechtigt, zumal gleich beim PSI der Park Innovaare steht. Der Aargau darf nicht nur auf seine Schlösser, Landschaften und Traditionen stolz sein, sondern auch auf seine Forschung.

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