Kommentar

Blitzer-Debatte im Grossen Rat: «Nein, aber» führt zum Ziel

Sie wecken grosse Emotionen, diese Blitzer. (Symbolbild)

Sie wecken grosse Emotionen, diese Blitzer. (Symbolbild)

Baden will einen fixen Blitzer an der Gstühl-Kreuzung, der Grosse Rat stimmt gegen fixe Blitzer an Kantonsstrassen. Nun zeichnet sich eine pragmatische Lösung ab. Der Kommentar.

Die Emotionen gehen hoch, wenn es um Radarkontrollen und Rotlichtkameras geht. Stehen sie wirklich am richtigen Ort, dienen sie der Erhöhung der Verkehrssicherheit, oder geht es verkappt oder sogar vorab um Mehreinnahmen für den Kanton beziehungsweise die Gemeinden?

Im Aargau gibt es bisher keine fest installierten Radarkasten oder Rotlichtkameras, sondern nur mobile Geschwindigkeitskontrollen. Diese haben einen entscheidenden Vorteil: Man weiss nie, wo sie stehen, und verhält sich hoffentlich entsprechend, auch wenn man es mal pressant hat. Heute sogar noch mehr als früher, da man bei zu hohem Tempo auf grosse Distanz fotografiert wird und keine Chance mehr hat, den Blitzer gerade noch rechtzeitig zu erkennen.

Demgegenüber wissen nach kürzester Zeit alle, wo fest installierte Anlagen stehen. Gewiss halten dort dann auch alle das Tempo ein. Wenn man in anderen Kantonen aber sieht, wie nach der Radaranlage viele sofort stark beschleunigen, sind Fragezeichen zum tatsächlichen Nutzen angebracht.

Nachdem die Stadt Baden mit ihrem Vorprellen die Debatte über fest installierte Blitzer entfacht hat, zeichnet sich eine pragmatische, typisch aargauische Lösung ab. Fest installierte Anlagen soll es nicht geben. Der Regierungsrat kann aber aus Gründen der Verkehrssicherheit Ausnahmen bewilligen. Damit sollten alle leben können. Die neue Regelung dient der Sicherheit und minimiert das Risiko, dass sich Kanton oder Gemeinden mit fest installierten Anlagen die Kassen füllen könnten.

Meistgesehen

Artboard 1