Auf wenig sind die Schweizer wirklich stolz: das Matterhorn, Roger Federer und Google. Letzterer ist seit genau seit 15 Jahren in unserem Land. Zwischen der Schweiz und Google, befand Ex-Wirtschaftsminister Schneider-Ammann, bestehe eine Liebesbeziehung. So wurde Google Maps an der Limmat erfunden: für Zürcher ein handfester Beweis, dass man ohne sie auf der Welt verloren wäre.

Bei Google ist dies der Fall. In ihrer ersten Niederlassung am Limmatquai arbeiteten zwei Mitarbeiter, heute sind es 3000. Dass Google - zusammen mit Facebook -mittlerweile fast 2 Milliarden Werbefranken abräumt, zeigt nur, dass auch die grösste Liebe Leiden verursachen kann.

Doch nun kommt der nächste Coup: «Google for jobs» will sich – gemäss «Handelszeitung» - auch auf unser Land ausweiten. Dagegen ist jede SRG-Strategie müde Folklore. Vielleicht der Grund, warum Tamedia und Ringier in der Berichterstattung so zurückhaltend sind. Ihr eigenes Portal jobs.ch, vor sieben Jahren für 390 Millionen Franken hälftig erworben, ist für beide Verlagshäuser lebenswichtig. Zuviel Publizität für die neue Konkurrenz wäre brandgefährlich.

Der deutsche Verlegerverlegerverband sah rot und intervenierte bei der EU. Hierzulande ist man viel toleranter: «Google und die Schweiz – eine Liebesgeschichte», titelte eine PR-Beilage, die dem Tagi beigelegt war. Wir Schweizer wissen: bei uns lieben sogar die Kühe ihre Metzger.