Auf den ersten Blick präsentiert sich die Rechnung 2017 der Stadt Baden erfreulich. Beim massgeblichen operativen Ergebnis resultiert ein kleines Plus von 0,7 Millionen Franken; 6,5 Mio. Franken mehr als im Vorjahr. Doch diese Verbesserung relativiert sich aufgrund des schlechten Abschlusses 2016. Zum kleinen Plus beigetragen haben nicht zuletzt die Steuereinnahmen, die um 3,3 Mio. Franken höher ausfielen. Erfreulich: Nachdem die Firmensteuern seit 2011 rückläufig waren, lieferten die Firmen dem Fiskus letztes Jahr erstmals wieder mehr Steuern ab. Auch wenn die Rechnung keinen Grund für Euphorie liefert, darf festgehalten werden, dass die Sparbemühungen erste, wenn auch kleine Früchte tragen. So sind bei den sogenannten «Produkten» – also den einzelnen Ausgabeposten der Verwaltung – die Ausgaben um 7,5% gesunken.

Nicht zuletzt zeigt die Rechnung 2017, dass sich eine Steuerfusserhöhung, wie sie der Stadtrat schon für 2018 beantragte, noch nicht aufgedrängt hat und vom Einwohnerrat zu Recht abgelehnt wurde. Doch in den kommenden Jahren werden grosse Investitionen ausgelöst, die schon lange in der Pipeline schlummern (Kurtheater, Oberstufenzentrum), die wiederum hohe Folgekosten nach sich ziehen werden. Die Stadt Baden wird nicht umhinkommen, weiteres Sparpotenzial auszuloten und bei den Investitionen zwischen Wünschbaren und Machbaren zu unterscheiden.