Gestern sagte ein Beamter in den Morgennachrichten im Radio einen denkwürdigen Satz. «Ich denke, wir sind hier in der Schweiz», sagte er. Vordergründig ging es um die Gefahren unseres Trinkwassers, das offenbar ungenügend geschützt ist – auch in der Schweiz.

Der Beamte, der sich offenbar nicht sicher ist, ob wir wirklich in der Schweiz leben, sprach mit seinem kurzen Statement zum Trinkwasser aber gleich eine grosse philosophische Frage an: Leben wir wirklich in der Schweiz (und damit auf dem Planeten Erde) oder bloss in einer Simulation?

Immerhin hat die alte These, dass unser Leben lediglich simuliert ist, in jüngster Zeit wieder Auftrieb erhalten. Auch wegen Elon Musk. Der Chef von Tesla meinte in einem Interview, dass wir Menschen vermutlich in einer Simulation gefangen seien. Das Universum sei so gross, dass es fast sicher sei, dass es irgendwo gelungen ist, eine Simulation zu entwickeln, die man nicht von der Wirklichkeit unterscheiden kann.

Wer nun existiert wie wir, hat folglich grosse Chancen, dass er dies nicht in der Realität tut, sondern bloss in einer Simulation. Diese Weltsicht hat durchaus Vorteile, gerade für einen Unternehmer wie Elon Musk. Sie dürfte helfen, wenn er sich, wie jüngst geschehen, dazu gezwungen sieht, Tausende Mitarbeiter zu entlassen. Schliesslich ist die Chance gross, dass es sich dabei gar nicht um Menschen handelt, sondern lediglich um simulierte Existenzen.