Kommentar

Kantonspolizei rüstet auf: Es ist höchste Zeit für diesen Kampf

Die Bekämpfung der Cyberkriminalität gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Die Bekämpfung der Cyberkriminalität gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Die Globalisierung und die Digitalisierung bringen den Menschen ungeahnte Möglichkeiten. Leider nicht nur im positiven, sondern auch im negativen Sinn. Offene Grenzen erleichtern auch Menschenhandel. Zunehmend werden dafür länderübergreifend riesige kriminelle Strukturen aufgebaut. Wo Menschenhandel betrieben wird, ist auch der Drogenhandel nicht weit. Das Internet wird dafür missbraucht. Es ermöglicht Cyberkriminalität in ungeahnten Dimensionen.

Eigentlich muss man den Kampf gegen diese beiden Übel international und national führen. Das geschieht auch, soweit etwa der Bund die Möglichkeiten dazu hat. Polizei ist aber Sache der Kantone. Deshalb ist es richtig und sogar dringend, dass der Kanton Aargau nach- und aufrüstet.

Der Aargau bekämpft schon mit gutem Erfolg die Einbruchskriminalität, die den Menschen grosse Angst macht. Wenn es sich herumspricht, dass Einbrecher hier sogar mit dem Helikopter gejagt werden, wirkt das abschreckend. Im Kampf gegen Cyberkriminalität und Menschenhandel braucht der Aargau auch dringend ein Abschreckungspotenzial in Form von Spezialistinnen und Spezialisten, die nicht nur reagieren, sondern auch agieren und Fälle aufdecken können.

Dass die SVP, die ständig Recht und Ordnung das Wort redet, keine zusätzlichen Stellen sprechen wollte, ist unverständlich. Wer mehr Sicherheit will, muss auch die nötigen Mittel
bereitstellen, zumal der Aargau trotz Nachrüstung bezogen auf die Bevölkerung von allen Kantonen immer noch am wenigsten Polizisten hat.

mathias.kueng@chmedia.ch

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