Apropos

Keine Russen und keine Griechen

Farbe im Gesicht, ein Kafi Luz auf dem Tisch und wahlweise lüpfige Ländler- oder fetzige Guggenmusik im Ohr: Unweigerlich hat in weiten Teilen der Schweiz die Fasnacht begonnen, dieses fröhliche Fest, dessen Faszination sich vielen nicht erschliesst, das viele andere umso mehr in den Bann zieht und um das oft Diskussionen entbrennen, was denn nun die richtige Fasnacht sei. Reine Geschmacks- oder Geburtssache, würde man meinen.

Klar ist: Ob Fan oder Feind, das Herzblut, das die Fasnächtler in ihre Lieblingsjahreszeit stecken, verdient viel Anerkennung. Diese Farbe, diese Freude auch bei den Kindern, diese Ausgelassenheit tut der Schweiz gut. Es ist Ehrensache, dies mit dem Kauf einer Plakette zu belohnen.

Die Fasnacht bringt neben Bier, Wein und allerhand weiteren Getränken – in Festhallen sind jetzt Shot-o-maten der neuste Schrei – auch ein Genussmittel mit sich, das man sonst immer wieder mal vergisst. Da liegen also die Arme auf dem Tisch und säuberlich sind Haufen einer feinen braunen Masse auf die Handrücken verteilt. Und es ertönt: «Mir sind kei Russe und kei Grieche, aber alles liebi Sieche.» Es gibt also tatsächlich harmlose Schnupfsprüche.

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