Kommentar

Konkret werden und überzeugen – dann kann Svizra27 erfolgreich werden

Wenn das Projekt Svizra27 konkrete Züge annimmt, wird sich zeigen, ob es die Bevölkerung will.

Wenn das Projekt Svizra27 konkrete Züge annimmt, wird sich zeigen, ob es die Bevölkerung will.

Noch ist das Projekt für eine Landesausstellung inhaltlich unkonkret. Ob es in der Bevölkerung Rückhalt geniesst, wird sich erst noch zeigen.

Braucht die Schweiz überhaupt eine nächste Landesausstellung, eine Expo? Diese Frage stellen sich viele
in Erinnerung an die Krämpfe rund um die Expo.02 im Drei-Seen-Land. Natürlich auch, weil damals der Finanzrahmen nicht eingehalten wurde. Zudem gab es – das scheint in der Schweiz zu einer Landesausstellung zu gehören– epische Debatten über deren Inhalt und Ziele. Ist so was überhaupt noch zeitgemäss? 2002 war die Antwort eindeutig Ja. Das zeigen zehn Millionen Eintritte.

Nach dem Scheitern eines Ostschweizer Projekts vor einigen Jahren arbeiten bereits wieder drei Teams an neuen Ideen. Sie glauben, dass die Bevölkerung eine nächste Expo will. Eine ist in Dübendorf im Gespräch, für ein anderes Projekt agieren grosse Städte. Diejenige, für die wohl schon am meisten Grundlagenarbeit geleistet worden ist, umfass die Nordwestschweizer Kantone Solothurn, Aargau, die beiden Basel und Jura. Sie will die Themen «Mensch - Arbeit - Zusammenhalt» ins Zentrum stellen, ist aber inhaltlich noch unkonkret.

Entsprechend verhalten reagiert bisher die Bevölkerung. Das wird sich erst ändern, wenn das Projekt nächstes Jahr konkrete Züge annimmt, und sich zeigt, ob wirklich ein ganzheitlicher Ansatz gelingt. Zu wünschen wäre es. Dann weist sich, ob die Nordwestschweizer Expo Svizra27 genug Rückhalt hat, ob die Bevölkerung überzeugt werden kann, und Feuer fängt. Nur dann kann sie kantonale Volksabstimmungen überstehen und tatsächlich stattfinden.

Meistgesehen

Artboard 1