Kommentar

Möglicher Durchbruch bei Corona-Impfstoff: Ein erster, wichtiger Schritt

Die Impfung könnte der Durchbruch sein - darauf hoffen jetzt viele. (Symbolbild)

Die Impfung könnte der Durchbruch sein - darauf hoffen jetzt viele. (Symbolbild)

Der Impfstoff der US-Firma Pfizer und seiner Partnerin Biontech soll zu 90 Prozent vor einer Coronainfektion schützen. Vielerorts ist von einem Durchbruch die Rede. Doch der Weg zur Massenimpfung ist noch immer weit.

Die Welt sehnt sich nach guten Nachrichten an der Coronafront. Steigende Fallzahlen, volle Spitäler und einschneidende Einschränkungen im Alltag drücken stark auf die Stimmung. Nun macht der US-Pharmakonzern Pfizer mit seinem deutschen Partner Biontech Hoffnung. Der Impfstoff der beiden Firmen soll zu 90 Prozent vor einer Coronainfektion schützen. Pfizer-Chef Albert Bourla jubelt: «Heute ist ein ganz besonderer Tag für die Menschheit».

Allerdings steht noch aus, ob der 8. November in die Geschichtsbücher eingehen wird. Denn bislang können sich die Experten lediglich auf die ­Medienmitteilung der beiden Unternehmen abstützen, die belastbaren Studiendaten stehen noch aus. Zudem bleiben viele offene Fragen: Wie lange hält die Schutzwirkung der Impfung an? Wie rasch braucht es damit eine weitere Dosis? Und wie stark vermindert sie das Risiko für Ältere und Risikogruppen?

Bis die Impfung in der Schweiz effektiv beim Arzt oder in der Apotheke erhältlich ist, steht noch ein weiter Weg bevor. Nach der Zulassung dürfte zuerst das Gesundheitspersonal und Risikogruppen zum Zug kommen. Erst danach wird die breite Bevölkerung geimpft. Zudem muss der Pfizer-Impfstoff stark gekühlt werden, was mit Blick auf den Transport und die Verteilung alles andere als trivial ist. Es gilt also noch zahlreiche Hürden zu nehmen, bis wir tatsächlich aufatmen und diese Pandemie endlich hinter uns lassen können.

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