Die Buchser Steuerzahler können schon einmal mit Sparen anfangen: Die Steuerrechnung 2019 wird deutlich höher ausfallen als im Vorjahr. Der Regierungsrat hat eine achtprozentige Steuererhöhung beschlossen.

Dass die Steuererhöhung in rein finanzieller Hinsicht durchaus Sinn macht, darüber ist sich zumindest die Buchser Polit-Elite weitgehend einig.

Aber da ist eben noch der Volkswille. Und der ist klar: Die beiden Abstimmungs-Nein zum Steuerfuss 108 waren überdeutlich. Dass der Regierungsrat dies nun komplett ignoriert hat, werden die 1145 Nein-Sager vom letzten Urnengang gar nicht schätzen. Gut für die Gemeindebehörden, dass die nächsten Wahlen erst 2021 anstehen. Schlecht aber für das Projekt «Neubau Schulhaus Risiacher». Der Verpflichtungskredit über nahezu 19 Mio. Franken kommt in sieben Wochen an die Urne. Der Steuer-Frust wird dann noch gross sein. Wenn Gemeinderat und Befürworter keinen Scherbenhaufen riskieren wollen, müssen sie nun ordentlich Überzeugungsarbeit leisten.

nadja.rohner@chmedia.ch