Kommentar

Streit um die Sandbänke im Wöschnauer Grien: Da reibt man sich die Augen

Die Grossratskandidaten Andreas Holenstein und Fiona Wiedemeier wollen die Sandbänke zurück – die Partei distanziert sich von der Petition.

Die Grossratskandidaten Andreas Holenstein und Fiona Wiedemeier wollen die Sandbänke zurück – die Partei distanziert sich von der Petition.

Wer nicht in der Region Aarau gross geworden ist, versteht das «Gschiss» um die Sandbänke ganz einfach nicht – und reibt sich angesichts der Petition der GLP-Grossratskandidaten die Augen. Ja, die «verbotene Insel» ist paradiesisch schön. Aber das trifft noch auf viele andere Uferabschnitte im Wasserschloss Aargau zu, wo man sich nach Lust und Laune aufhalten darf. Auenschutz ist ein nationaler Auftrag. Der Kanton Solothurn kann nachvollziehbar begründen, weshalb gerade auf der Insel im Wöschnauer Grien eine Koexistenz zwischen Mensch, Hund und den empfindlichen Wildtieren nicht möglich ist. Dass Exponenten einer Partei, die sich den Umweltschutz auf die Fahne geschrieben hat, das nicht akzeptieren wollen, ist überraschend – vor allem in einem Wahljahr.

Legitim ist hingegen ihre Forderung nach Alternativen und einem Aareraum-Konzept. Der Druck auf die Naherholungs­gebiete nimmt zu. Wo braucht es ein Abfallmanagement, öffentliche Toiletten, Badeinfrastruktur? Damit muss sich die Stadt Aarau auseinandersetzen – besser heute als morgen.

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