Kommentar

Verkehrszukunft im Aargau: Es geht nur miteinander

Der Kanton Aargau will den Veloverkehr fördern. (Symbolbild)

Der Kanton Aargau will den Veloverkehr fördern. (Symbolbild)

In seinem Kommentar äussert sich Mathias Küng zu den Plänen des Kantons zum Regionalen Gesamtverkehrskonzept Ostaargau (Oase).

Bis 2040 wird der Aargau voraussichtlich nochmals um 190'000 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen. Dementsprechend wird auch der Verkehr nochmals zunehmen. In der Vergangenheit wurde dieses Wachstum mit zusätzlicher Verkehrsfläche aufgefangen. Meist hinkte der Staat damit allerdings der Entwicklung hinterher. So brauchen die Automobilisten noch viel Geduld, bis die völlig überlastete A 1 im Mittelland endlich auf sechs Spuren ausgebaut wird. Dies muss sein, damit der überregionale Verkehr fliessen kann und nicht auf die Kantons- und von diesen gar auf die Gemeindestrassen zurückflutet.

 Doch auch ohne diesen Effekt zeigen sich auf den aargauischen Hauptverkehrsachsen in der Rushhour immer mehr Stausituationen. Hier sind die Ausbaumöglichkeiten – abgesehen von letzten Ortsumfahrungen – mittlerweile sehr beschränkt. In den Städten ist der Verkehrsraum schon ausgeschöpft. Auch der öffentliche Verkehr, der im Ostaargau mit der Limmattalbahn klug verbessert wird, stösst bald an Grenzen.

Deshalb sind Möglichkeiten zu suchen, um innerorts und in den Agglomerationen den mit wenig Raum auskommenden Fahrrad- und Fussverkehr attraktiver und sicherer zu machen. Etwa mit Velo-Highways. Der erste dieser Art muss nicht der einzige bleiben, wenn er sich bewährt. Es bringt nichts, im Ringen um den knappen Raum die Verkehrsträger gegeneinander auszuspielen. Damit vergeudet man nur Energie. Viel effizienter ist es, die Verkehrsträger so gut aufeinander abzustimmen, damit auch künftig jeder und jede in vernünftiger Zeit mit dem passenden Verkehrsmittel verlässlich ans Ziel kommt.

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