Ärzte-Bewertung

Was in den Sternen zu lesen ist

Im zweiten Halbjahr 2018 will Comparis mit den Ärztebewertungen loslegen.

Im zweiten Halbjahr 2018 will Comparis mit den Ärztebewertungen loslegen.

«Man sollte entweder das Bewerten von Arztbehandlungen zur Gewohnheit machen, oder es besser ganz lassen.» Der Kommentar von Raffael Schuppisser.

Für viele Dienstleistungen im Internet sind Sternchen zentral. Sie schaffen Vertrauen zwischen zwei Menschen, die sich persönlich nicht kennen. Auf dem Online-Verkaufsportal Ricardo beispielsweise kann bei einem anonymen Verkäufer mit 4,5 von fünf möglichen Sternen sorglos eingekauft werden. Bei nur zwei ist Vorsicht geboten.

Die Sterne sorgen für Transparenz, und diese ist wünschenswert. Deshalb ist es naheliegend, das System auf andere Dienstleister zu übertragen – auf Ärzte zum Beispiel.

Die Voraussetzungen sind hier allerdings nicht gleich: Jeder kann auf Ricardo einen Laptop verkaufen; Ärzte hingegen brauchen einen entsprechenden Fachausweis. Das alleine schafft schon gewisses Vertrauen. Zudem braucht, wer die Leistung eines Arztes bewerten will, selber Fachwissen, was die wenigsten Patienten haben.

Sie können aber natürlich ihren Arzt mit Sternen belohnen, wenn sie sich bei ihm gut aufgehoben fühlen. In der Summe bekommen solche subjektiven Eindrücke durchaus Aussagekraft. Wenn ein Arzt, bei sagen wir mal 200 Bewertungen, fast ausschliesslich fünf Sterne bekommen hat, ist die Chance gross, dass auch wir uns bei ihm wohlfühlen.

Das Problem ist allerdings, dass gerade bei Google nur sehr wenig bewertet wird. Oft wird hier ein Sternchenwert basierend auf drei, vier Bewertungen ausgestellt. Ein solcher bringt genau nichts, vermittelt im schlimmsten Fall sogar ein komplett falsches Bild. Man sollte also entweder das Bewerten von Arztbehandlungen zur Gewohnheit machen, oder es besser ganz lassen.

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