Kommentar

Wirkliche Hilfe oder ein Tropfen auf den heissen Stein? Die Corona-Gelder sind jedenfalls unabdingbar

Geschlossen: Die Gastronomie ist eine der Branchen, die unter der Coronakrise stark leidet.

Geschlossen: Die Gastronomie ist eine der Branchen, die unter der Coronakrise stark leidet.

Er sei sich nicht sicher, ob die 125 Millionen Franken, die der Kanton Aargau für von Covid-19 gebeutelte Aargauer Firmen bereitstellt, viel helfen würden oder bloss ein Tropfen auf den heissen Stein seien. Das sagte ein Parlamentarier in der ersten Grossratsdebatte dieses Jahres bei der Behandlung des neuen Covid-19-­Hilfspakets. Wie recht er doch hat. Niemand weiss es. Angesichts der anlaufenden Impfungen zeichnet sich zwar am Horizont ein Silberstreifen ab. Aber auch noch nicht mehr.

Deshalb ist es richtig, weiterhin alles Vertretbare zu tun, um nebst der notwendigen Unterstützung für das Gesundheitswesen den immensen Schaden für die Wirtschaft, für den Kultur- und Sportbereich möglichst einzugrenzen. Die Finanzhilfe ist die Voraussetzung dafür, dass trotz der Krise so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten werden können.

Es ist aber nicht selbstverständlich, dass der Kanton bis zu 125 Millionen Franken zu Gunsten der Aargauer Wirtschaft stemmen kann. Noch vor wenigen Jahren musste er grosse Sparpakete schnüren. Mit vereinigten Anstrengungen konnte der Staatshaushalt zwischenzeitlich saniert werden. Dank einem seinerzeit von Finanzdirektor Roland Brogli geschaffenen und heute gut gefüllten Reservekässeli für schwere Zeiten ist es möglich, die Hilfe für die Wirtschaft und Kultur ohne neue Schulden zu finanzieren. Im Zusammenhang mit Corona gibt es nur wenige positive Meldungen. Das hier ist eine davon.

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