Persönlich

Nicolas Cage liest «payoff» – oder doch den «Bleiboy»?

Was Nicolas Cage, hier beim Filmfestival Oldenburg, liest, wissen wir nicht. Aber wäre er Schweizer Schiedsrichter, läge für ihn der «Pfiff» parat, als Lokführer das «Locofolio» und als Bäcker «Panissimo».

Was Nicolas Cage, hier beim Filmfestival Oldenburg, liest, wissen wir nicht. Aber wäre er Schweizer Schiedsrichter, läge für ihn der «Pfiff» parat, als Lokführer das «Locofolio» und als Bäcker «Panissimo».

An die pseudo-lustigen Namen von Coiffeurgeschäften haben wir uns gewöhnt. «Vier Haareszeiten», «Sahaara», «Hair-zlich», und so weiter. Wer bei einer Zeitung arbeitet, begegnet ständig solchen Wortspielereien. Gerade Vereinen und Berufsverbänden geht gerne die Fantasie durch: Die Feuerwehr-Zeitung beider Basel heisst «Löschblatt», das Heftli der Muttenzer Wasserfahrer «Der Stachel», das Organ der Nordwestschweizer Schiedsrichter «Pfiff». Die Mitglieder der Ärztegesellschaft Baselland lesen die «Synapse», die Schweizer Masseure und Masseurinnen «reflexe», das Lokomotivpersonal das «Locofolio».

Und erst der «BAUflash» – steckt dahinter die IG Hanf? Nein, einen «BAUflash» haben die Abonnenten der gleichnamigen Zeitschrift für die Baubranche. Tierisch mögen es die Gemeinden. Der Anzeiger von Grindel heisst «Chläbluus». Das Pendant in Brislach ist die «Hornvieh-Poscht». Direkt banal klingen da die Organe der Berufsverbände der Bäcker-Konditore («panissimo»), der Schuhdetailhändler («schuhkurier»), der Labormediziner («pipette») und der Holzbildhauer («Schnitzpunkt»). Beim Namen des – Zitat! – «führenden Magazins für Investmentprodukte» denkt man eher an einen Film mit Nicolas Cage, in dem er säumige Schuldner verhaut: «payoff».

Eine Legende ist, dass die Europäische Weltraumorganisation «Le Mond» herausgibt. Ebenso wenig bewiesen ist eine Behauptung von Peach Weber. In seiner Welt lesen die Schweizer Metallarbeiter den «Bleiboy».

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