Kommentar

Überraschend, aber gut – neue Direktorin im Aargauer Kunsthaus

Blick ins Foyer des Aargauer Kunsthaus.

Blick ins Foyer des Aargauer Kunsthaus.

Die Wahl von Katharina Ammann zur Direktorin des Aargauer Kunsthauses hat wohl niemand erwartet. Aber die Frau hat Potenzial.

Mit der Wahl von Katharina Ammann hat die Findungskommission überrascht. Positiv! Auf dem Radar hatte wohl kaum jemand die Abteilungsleiterin des Instituts für Kunstwissenschaft in Zürich.

Man war eher gespannt, wer von einem der kleineren Museen ans stattliche Aargauer Kunsthaus rotiert. Die Kommission agierte aber wohltuend unvoreingenommen. «Katharina Ammann hat uns von ihren persönlichen und fachlichen Kompetenzen überzeugt», sagt Kaspar Hemmeler, Präsident des Aargauer Kunstvereins.

Ein fachlich gut gepackter Rucksack ist unabdingbar für diese anspruchsvolle Stelle. Persönlichkeit, Führungserfahrung und soziale Kompetenz sind aber ebenso wichtig. Auch hier kann Katharina Ammann punkten. Sie gilt als freundlich oder gar als herzlich im Umgang, als teamorientiert und klar im Denken, Handeln und Führen. Als Mensch, der zuhören kann, sich aber nicht vereinnahmen lässt. Kurzum als Frau mit Haltung und Potenzial.

Einzig den Aargau kennt Katharina Ammann kaum. Sie nehme ihn als kulturfreundlich wahr, sagt sie, und freue sich, den Kanton und die Künstlerinnen und Künstler hier kennen zu lernen. Das sollte zu schaffen sein.

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