Polemik

Brot-Verbot für Terroristen

Immer geraten Shooter-Spiele unter Verdacht, Gewalt zu fördern. (Symbolbild)

Immer geraten Shooter-Spiele unter Verdacht, Gewalt zu fördern. (Symbolbild)

Gibt es einen Zusammenhang zwischen islamistischen Attentaten und Gewalt in Videospielen?

Also doch, wir haben es ja irgendwie geahnt, dass es kommen wird: Die Computerspiele sind schuld. Der Pädagogik-Professor Bernhard Hauser rechnet damit, dass die Mehrheit islamistischer Attentäter gewalthaltige Games – zum Beispiel Ego-Shooter wie «Medal of Honor» – gespielt haben. Und deshalb wäre es am besten, so rät er in der «Schweiz am Sonntag», die Gewalt-Games ganz aus dem Verkehr zu ziehen.

Dabei muss der Pädagoge selber einräumen: «Man kann nicht nachweisen, dass Computerspiele zu mehr echter Gewalt führen.» Aber wen kümmert das, wenn Terroristen – und Schulattentäter – solche Spiele spielen, dann reicht das wohl, um sie zu verbieten.

Vermutlich haben aber auch die meisten islamistischen Terroristen den Koran gelesen. Also sollte man auch den verbieten. Und sie haben wohl alle auch Brot gegessen. Deshalb: Verbieten! Sicher aber ist, bevor sie sich in die Luft gesprengt haben, haben sie gelebt. Deshalb gibt es nach dieser Logik nur eines: Verbietet das Leben!

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