Wiener Philharmoniker

Andris Nelsons dirigiert sein erstes Neujahrskonzert in Wien

Andris Nelsons bei einer Probe für das Neujahrskonzert.

Andris Nelsons bei einer Probe für das Neujahrskonzert.

Der lettische Dirigent hat neue Werke ausgewählt und eine Auswahl mit Beethoven. Das Konzert wird am Fernsehen übertragen.

«Am Ende weiss das Orchester besser als jeder Dirigent, wie man das Neujahrskonzert spielt», sagt der 41-jährige in Wien. Er sei zwar nervös, aber am Ende stehe die Freude über allem. «Es ist wunderbar, das neue Jahr mit so etwas Positivem zu beginnen», meint er.

«Damit geben wir dem neuen Jahr eine Chance, besser als das alte zu werden.» Nelsons arbeitet seit 2010 regelmässig mit den Wiener Philharmonikern zusammen. Das Orchester spielt neun neue Werke, wie Daniel Froschauer, Vorstand der Wiener Philharmoniker, berichtet. Vertreten seien sowohl Johann Strauss Vater als auch alle drei Strauss-Söhne.

Unter anderem wird auch Ludwig van Beethoven geehrt, dessen 250. Geburtstag 2020 gefeiert wird. Auf dem Programm steht eine Auswahl von Beethovens «Zwölf Contretänze». Das Konzert wird in mehr als 90 Länder übertragen und dürfte etwa 40 Millionen Zuschauer erreichen.

Im Zugabe-Programm ist wie jedes Jahr der Radetzky-Marsch von Johann Strauss Vater vorgesehen. Erstmals wird er in einer neuen Version gespielt. «Wir wollten eine neue, eine eigene Version», sagt Froschauer. Zum einen war das Arrangement von Richard Weninger aus dem Jahr 1914 durch handschriftliche und ergänzte Noten unübersichtlich geworden.

Die Änderungen wurden deshalb in eine eigene Neuausgabe der Wiener Philharmoniker eingearbeitet. Zum anderen habe das Orchester die Version von Weninger hinter sich lassen wollen, weil dieser in den 1930er Jahren für die Nazis gearbeitet habe, so Froschauer.

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