Kunstraub

Gurlitt-Bilder: Jetzt stehen die Erben Schlange

Eines der Bilder, welches aus Nazi-Beständen stammen soll.

Eines der Bilder, welches aus Nazi-Beständen stammen soll.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg erhält wegen des Münchner Kunstfundes zahlreiche Anfragen von Nachkommen jüdischer Verfolgter und anderer Anspruchsteller. Alle Anfragen würden geprüft und beantwortet, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Wenn ein gesuchtes Bild nicht in der Sammlung sei, gehe die Bearbeitung schnell. In anderen Fällen seien längere Nachforschungen erforderlich.

Am Mittwoch hatten die Erben des Künstlers Max Ernst schriftlich bei der Staatsanwaltschaft Zugang zu den beschlagnahmten Werken Ernsts gefordert, wie der Kölner Anwalt Jürgen Wilhelm am Donnerstag mitteilte.

Keine Rückforderung von Gurlitt

Mit dem Kunsthändler-Erben Cornelius Gurlitt steht die Staatsanwaltschaft zurzeit nicht in Kontakt. "Wir wüssten aber, wo wir ihn erreichen könnten, wenn wir Kontakt haben wollten", sagte der Sprecher. Einen Anwalt habe sich Gurlitt nicht genommen. "Es ist sein gutes Recht, nichts zu sagen." Gurlitt habe die beschlagnahmten Kunstwerke bisher nicht zurückgefordert.

In Gurlitts Münchner Wohnung waren rund 1400 Bilder beschlagnahmt worden, von denen fast 600 als mögliches NS-Raubgut gelten.

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