Kunst

Gurlitt vermacht millionenschwere Bildersammlung an Berner Museum

Die Kunstwerke des Sammlers Cornelius Gurlitt gehen offenbar ans Berner Kunstmuseum über. Gurlitt war am Dienstag mit 81 Jahren gestorben und hat im Testament die Weitergabe der Bilder ins Ausland verfügt.

Das Kunstmuseum Bern wurde nach eigenen Angaben von Gurlitts Anwalt telefonisch wie schriftlich informiert, dass Gurlitt die Stiftung Kunstmuseum Bern zu seiner Alleinerbin eingesetzt habe.

Trotz Spekulationen in den Medien darüber, dass die Sammlung testamentarisch einer Kunstinstitution ausserhalb Deutschlands vermacht worden sei, schlug die Nachricht "wie ein Blitz ein", hätten doch zu keiner Zeit irgendwelche Beziehungen zwischen Gurlitt und dem Kunstmuseum Bern bestanden, teilte die Institution mit.

Dankbar und besorgt

Der Stiftungsrat und die Direktion des Berner Kunstmuseums zeigten sich einerseits dankbar und freudig überrascht. Anderseits wolle man aber auch nicht verhehlen, dass das grossartige Vermächtnis der Institution eine erhebliche Verantwortung und eine Fülle schwierigster Fragen aufbürde, schreiben die Verantwortlichen des Museums in einer Mitteilung.

Dabei geht es insbesondere um Fragen rechtlicher und ethischer Natur. Konkrete, sachbezogene Stellungnahmen will das Museum dazu erst nach Einsicht der relevanten Akten und einem ersten Kontakt mit den zuständigen Behörden abgeben.

Cornelius Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war am Dienstagvormittag im Alter von 81 Jahren in seiner Münchner Wohnung gestorben. Er war seit Monaten schwer krank.

Der Kunsthändler-Sohn war 2011 zufällig ins Visier der Justiz geraten. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Ermittler über tausend Meisterwerke, von denen viele seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galten.

Picasso, Chagall, Matisse

Die Behörden beschlagnahmten die Bilder unter dem Verdacht der Unterschlagung. Mehrere hundert Bilder könnten in die Kategorie NS-Raubkunst fallen. Erst im April hatte die in Deutschland für den Fall zuständige Staatsanwaltschaft die Beschlagnahmung nach einer Einigung mit Gurlitt wieder aufgehoben.

Gurlitts Sammlung aus seiner Münchner Wohnung und seinem Salzburger Haus umfasst Bilder von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde. Auf die Salzburger Sammlung hatten die Behörden nie Zugriff.

Das 1879 eröffnete Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit permanenter Sammlung. Sie hat internationale Ausstrahlung und umfasst unter anderem Werke von Ferdinand Hodler, Paul Klee, Albert Anker, Pablo Picasso, Franz Gertsch oder Meret Oppenheim. Neben der ständigen Sammlung zeigt das Museum auch thematische Ausstellungen und Einzelausstellung.

Das Kunstmuseum Bern wurde nach eigenen Angaben von Gurlitts Anwalt telefonisch wie schriftlich informiert, dass Gurlitt die Stiftung Kunstmuseum Bern zu seiner Alleinerbin eingesetzt habe.

Trotz Spekulationen in den Medien darüber, dass die Sammlung testamentarisch einer Kunstinstitution ausserhalb Deutschlands vermacht worden sei, schlug die Nachricht "wie ein Blitz ein", hätten doch zu keiner Zeit irgendwelche Beziehungen zwischen Gurlitt und dem Kunstmuseum Bern bestanden, teilte die Institution mit.

Dankbar und besorgt

Der Stiftungsrat und die Direktion des Berner Kunstmuseums zeigten sich einerseits dankbar und freudig überrascht. Anderseits wolle man aber auch nicht verhehlen, dass das grossartige Vermächtnis der Institution eine erhebliche Verantwortung und eine Fülle schwierigster Fragen aufbürde, schreiben die Verantwortlichen des Museums in einer Mitteilung.

Dabei geht es insbesondere um Fragen rechtlicher und ethischer Natur. Konkrete, sachbezogene Stellungnahmen will das Museum dazu erst nach Einsicht der relevanten Akten und einem ersten Kontakt mit den zuständigen Behörden abgeben.

Cornelius Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war am Dienstagvormittag im Alter von 81 Jahren in seiner Münchner Wohnung gestorben. Er war seit Monaten schwer krank.

Der Kunsthändler-Sohn war 2011 zufällig ins Visier der Justiz geraten. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Ermittler über tausend Meisterwerke, von denen viele seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen galten.

Picasso, Chagall, Matisse

Die Behörden beschlagnahmten die Bilder unter dem Verdacht der Unterschlagung. Mehrere hundert Bilder könnten in die Kategorie NS-Raubkunst fallen. Erst im April hatte die in Deutschland für den Fall zuständige Staatsanwaltschaft die Beschlagnahmung nach einer Einigung mit Gurlitt wieder aufgehoben.

Gurlitts Sammlung aus seiner Münchner Wohnung und seinem Salzburger Haus umfasst Bilder von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde. Auf die Salzburger Sammlung hatten die Behörden nie Zugriff.

Das 1879 eröffnete Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit permanenter Sammlung. Sie hat internationale Ausstrahlung und umfasst unter anderem Werke von Ferdinand Hodler, Paul Klee, Albert Anker, Pablo Picasso, Franz Gertsch oder Meret Oppenheim. Neben der ständigen Sammlung zeigt das Museum auch thematische Ausstellungen und Einzelausstellung.

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