Kulturwoche

Musikalische Delikatesse zum Dessert

«La Poesia» Das Celloquartett mit (von links) Christine Schärer, Alfred Zürcher, Gabriela Schmidt und Urs Roth.

Cello

«La Poesia» Das Celloquartett mit (von links) Christine Schärer, Alfred Zürcher, Gabriela Schmidt und Urs Roth.

Die Serenade in der Stiftskirche Schönenwerd mit dem Celloquartett «La Poesia» war der Schlusspunkt der diesjährigen Schönenwerder Kulturwoche.

Arno Oppliger

Das Quartett spielt in der heutigen Formation seit mehr als zwanzig Jahren zusammen. Die Mitglieder Gabriela Schmidt, Christine Schärer und Urs Roth bilden mit ihrem ehemaligen Lehrer Alfred Zürcher eine musikalische Gemeinschaft, welche Cellomusik auf höchstem Niveau präsentiert.

Christine Schärer und Urs Roth wuchsen beide in Schönenwerd auf und wurden von Lydia Häusler†, der Gattin des langjährigen Musiklehrers an der Bezirksschule Schönenwerd, als Anfänger in das Cellospiel eingeführt.

Einmal mehr bewiesen die vier ihr grosses Können mit Werken von John Dowland, Julius Klengel, Bertold Hummel, Hermann Jakobowsky, Wilhelm Fitzenhagen und Orlando di Lasso. Die Stücke waren keine Publikumsreisser, vermittelten aber eine ruhige Atmosphäre, die ausgezeichnet in die älteste Kirche des Kantons Solothurn passte.

Die Zugabe, eine Bearbeitung für Cello des Chors der Gefangenen aus Verdis «Nabucco», befriedigte zum Schluss den Publikumsgeschmack, was mit einem grossen Applaus bestätigt wurde. Mit dieser Darbietung deckte die Kulturkommission musikalisch das klassische Segment ab, was doch eine stattliche Anzahl von Besuchern zu schätzen wusste.

Gut besuchte Kulturwoche

Das Programm der diesjährigen Kulturwoche deckte jeden musikalischen Geschmack ab - ausgenommen Rock und Pop. Die organisierende Kulturkommission der Gemeinde Schönenwerd wurde mit einem sehr guten Publikumsaufmarsch belohnt.

Mehr als fünfhundert Gäste nutzten in fünf Tagen die Gelegenheit, einen unterhaltsamen Abend zu geniessen. Das Wetter spielte auch mit, sodass die Mietbühne an vier Tagen ausgenützt werden konnte.

Auch der Platz zwischen Säli- und Haushaltungsschulhaus erwies sich als sympathischer Festplatz, wobei unbestritten ist, dass der Bühl die heimeligere Atmosphäre bietet. Aber Atmosphäre wird nicht zuletzt auch durch die Menschen bestimmt.

Der Dank der Kulturkommission geht an die Einwohner- und Bürgergemeinde Schönenwerd und an den Lotteriefonds des Kantons Solothurn sowie an alle, welche an der Organisation dieser Woche beteiligt gewesen sind. Vor allem aber an die Besucher der Veranstaltungen.

Schönenwerd hat zwei Dinge, die in der Umgebung niemand aufweisen kann: seit 23 Jahren die Kulturwoche und seit 4 Jahren den Schreibwettbewerb. Solche Veranstaltungen tragen zweifellos zur Attraktivität der Gemeinde bei.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1