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Neue Zürcher Zeitung bekommt einen neuen Kulturchef

Die Neue Zürcher Zeitung im Druck (Symbolbild).

Die Neue Zürcher Zeitung im Druck (Symbolbild).

Das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) bekommt einen neuen Leiter. Der Publizist und Philosoph René Scheu löst Anfang des nächsten Jahres Martin Meyer ab, der in Pension geht.

Mit Scheu habe "ein pointierter Schreiber mit unternehmerischem Esprit und fundierter Kenntnis in den Bereichen Gesellschaft und Kultur" für die Spitze des Feuilletons gewonnen werden können, teilte die NZZ am Donnerstag mit. Er sei die richtige Person, um die Tradition des von Martin Meyer begründeten politischen Feuilletons fortzusetzen. 

Der 1974 geborene Scheu promovierte an der Universität Zürich in zeitgenössischer Philosophie und war danach als Journalist und Redaktor tätig. Seit 2007 wirkt er als Herausgeber und Chefredaktor für die Schweizer Monatshefte, die 2011 in Schweizer Monat umbenannt wurden.

Seit 2013 begleitet Scheu das Zeitgeschehen auch als Kolumnist der NZZ am Sonntag. Er hat zudem verschiedene Bücher in den Bereichen Medienpolitik, philosophische Anthropologie und Psychoanalyse herausgegeben und übersetzt.

Martin Meyer, der das Feuilleton während 23 Jahren geleitet hat, tritt Anfang 2016 in den Ruhestand. Er bleibt jedoch der NZZ eng verbunden - als Autor, aber auch als Leiter des Diskussionsforums NZZ-Podium, das er selber aufgebaut hat. Er werde die kommende Zeit auch nutzen, um selber wieder vermehrt Bücher zu schreiben, heisst es in der Mitteilung.

Bereits am 1. August wechselt Thomas Ribi, der bisherige Leiter des Ressorts Zürich, ins Ressort Feuilleton. Der Wechsel erfolge auf eigenen Wunsch, schreibt die NZZ. Ribi ist seit 1995 Redaktor bei der NZZ und betreute zu Beginn im Bereich Zürcher Kultur die Bildende Kunst. 

Die Leitung des Ressorts Zürich übernimmt Luzi Bernet, der seit 2010 als Nachrichtenchef und Mitglied der Chefredaktion für die NZZ arbeitet. 2002 gehörte er zum Gründungsteam der NZZ am Sonntag, wo er 2004 zum Ressortleiter Schweiz und 2006 zum stellvertretenden Chefredaktor ernannt wurde.

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