Fussball

Politiker messen sich in Aarau erstmals mit Autoren – und gewinnen knapp

Premiere in Aarau: Der FC Grossrat spielte am Dienstag erstmals gegen die «Fussballspielenden Autoren der Schweiz». Der Unparteiische war niemand Geringeres als Schiedsrichterpräsident Luigi Ponte. Die Politiker gewannen den Match knapp mit 1:0.

Fussballpremiere im Schachen in Aarau: Der FC Grossrat spielte heute gegen die «Fußballspielenden Autoren der Schweiz», kurz FADS. Schiedsrichter ist niemand Geringeres als Luigi Ponte, Präsident des Schweizerischen Schiedsrichterverbands.

Autor Markus Kirchhofer und Grossrat Adrian Ackermann haben das Spiel möglich gemacht. Sie stellten sich vor dem Anpfiff um 18 Uhr den Fragen der Aargauer Zeitung.

Welche fussballerische Erfahrung können Sie beide vorweisen?
Kirchhofer: Wir hatten schon ein Länderspiel gegen den Österreichischen Autorenclub. Nächstens spielen wir einen Match gegen die „Blick"-Redaktion. Ende Mai wird FADS an den Solothurner Literaturtagen ebenfalls gegen die «Solothurner Raketen» spielen wie schon einmal 2013.

Ackermann: Wir spielten gegen das Parlament von Baden-Württemberg, gegen die reformierte Landeskirche oder die Offiziersgesellschaft Lenzburg. Ebenfalls werden wir gegen das basellandschaftliche Parlament ein Freundschaftsspiel absolvieren.

Wer spielt mit?

Kirchhofer: Die Zusammensetzung wird bei jedem Match neu geregelt. Autor Wolfgang Bortlick ist der älteste im Spassverein der Autoren. Weitere namhafte Spieler sind Matho Kämpf oder Patrick Tschan. Urs Heinz Ärni ist unser Präsident und Vermittler.

Ackermann: Nebst Grossräten wie Andre Rozetter, Bruno Gretener, Manfred Dubach, Roland Basler, Peter Zubler und weiteren Spielern vom Parlament konnten wir den Chefarzt der Frauenklinik vom Aargauer Kantonsspital Doktor Gabriel Schär zur Teilnahme bewegen.

Finden ihre Spiele bei jedem Wetter statt?

Ackermann: Ich habe mehrere Anfragen meiner Spieler erhalten, ob denn das Spiel gegen die Autoren wirklich stattfinden würde. Meine Antwort war immer: Politiker spielen bei jedem Wetter.

Kirchhofer: Ja, Autoren und Politiker sind sich gewohnt, im Regen und im Gegenwind zu stehen.

Worüber reden Autoren mit Politikern nach dem Match?

Kirchhofer: Wie nach jedem Match: Wir reden über verpasste Chancen, Abseits und über das WM-Aufgebot von Ottmar Hitzfeld.

Ackermann: Bei der Anwesenheit des Schiedsrichterpräsidenten Ponte könnte ich mir eine Diskussion über den umstrittenen Videobeweis im Fussball vorstellen.

Kommt es bei Ihren Spielen häufig zu Ausschreitungen?

Kirchhofer: Das Hooligan-Management hat bisher bestens funktioniert. Meistens haben wir mehr Leute auf dem Platz als Zuschauer.
Ackermann: Für mich ist das Spiel ein Vorspiel vom Donnerstag. Ich hoffe allerdings, es wird kein Vorgeplänkel. Ich bin eingefleischter FC-Aarau-Fan.

Auf dem Platz kommt es nicht zu Ausbrüchen?
Kirchhofer: Die politische Gesinnung der Grossräte entscheidet über die Fairness im Spiel. Die Matches unseres Autorenvereins sind aber meistens von Fairness geprägt.

Wer wird gewinnen?
Kirchhofer: Wir. Autoren können das Spiel besser lesen, das ist unsere Kernkompetenz. Zuletzt wollen wir auf dem Platz ernsthaft gewinnen. Auch als Spassverein.
Ackermann: Ich bin mir nicht sicher, ob wir gegen die Autoren standhalten. Wir haben kein regelmässiges Training. Obwohl: Jeder hält sich bei uns selber fit.

Urs Heinz Erni, Organisation Präsident, Autor, VermittlerPatrick Tschan, Nr. 13Matho Kämpf, Nr. 9Brüder von Volkan Inler, Pedro Lenz, Nr. 4Ralph Schlatter Nr. 18Kaspar Hohler, Sohn von Franz HohlerAndri Perl, Autor, Nr.11Mauritio Pinarello, Nr. 6Wolfgang Bortlik, Nr. 14Michael van Osfouw, Nr. 10

«Fussballspielende Autoren der Schweiz» am FC Nationalrat-Turnier in Magglingen 2013.

Urs Heinz Erni, Organisation Präsident, Autor, VermittlerPatrick Tschan, Nr. 13Matho Kämpf, Nr. 9Brüder von Volkan Inler, Pedro Lenz, Nr. 4Ralph Schlatter Nr. 18Kaspar Hohler, Sohn von Franz HohlerAndri Perl, Autor, Nr.11Mauritio Pinarello, Nr. 6Wolfgang Bortlik, Nr. 14Michael van Osfouw, Nr. 10

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