Ausstellung
Stilprägende klare Linie: Joost Swarte im Basler Cartoonmuseum

Mit dem Holländer Joost Swarte stellt das Cartoonmuseum Basel einen Vertreter der "Ligne claire"-Stilrichtung vor. Breiter bekannt durch seine Covers für den "New Yorker", ist Swarte neben Comics auch mit Grafik, Skulpturen und Architektur aktiv.

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New Yorker 2007
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New Yorker 2014
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Modern Art
Joost Swarte im Cartoonmuseum Basel
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klokslag 1975
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Bio Bricks 2009

New Yorker 2007

Cartoonmuseum Basel

Mit über hundert Originalzeichnungen und Objekten aus allen Schaffensphasen zeigt das Basler Cartoonmuseum ab Samstag eine breite Werkschau des facettenreichen Zeichners und Gestalters. Während des Industriedesign-Studiums in Eindhoven Ende der 60er-Jahre begann Swarte Comics zu zeichnen - da kann er Konzept, Raum und künstlerische Freiheit verbinden.

Ob mit Illustrationen, Briefmarken, Brillen oder Bauten: Seine Handschrift mit klaren geometrischen Grundformen, kräftigen Farben und feiner Ironie ist gut erkennbar. Der 1947 geborene Künstler zitiert mitunter virtuos Stilepochen von Art Déco über Bauhaus und Steamline bis Memphis.

Den Begriff der "Klaren Linie" prägte er 1977 für eine Ausstellung über Hergés "Tim und Struppi" (Tintin). Für sich selber adaptiert er dessen Comicstil mit sparsamen Umrissen und ruhigen Farbflächen, was einen spannenden Kontrast zu anarchistischen und surrealistischen Inhalten seiner Stories schafft.

Zu Swartes Comic-Hauptfiguren zählt eine Art schwarzer Tintin, der ihm in den frühen 80er-Jahren dank dem US-Comicmagazin "RAW" den internationalen Durchbruch bringt. 1992 initiierte er das Comicfestival "Stripdagen Haarlem", und 2004 ernannte ihn die niederländische Königin zum Offizier des Ordens von Oranien-Nassau.