Zirkus Monti
Zirkus Monti feiert bunte Première

Der Wohler Circus Monti feiert Première und draussen liegt Schnee — und dennoch wird einem sofort warm ums Herz. Heisse Rhythmen, hohe Zirkuskunst, wunderbare Bilder und hervorragende Musik zaubern die unvergleichliche Monti-Atmosphäre ins Zirkusrund.

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Zirkus Monti - Premiere in Wohlen
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Zirkus Monti - Premiere in Wohlen

Zirkus Monti - Premiere in Wohlen

Fränzi Zulauf

Sie trommeln und tanzen, klatschen und springen, wirbeln und purzeln - die Artistinnen und Artisten des Circus Monti. Und sie jonglieren, fliegen durch die Luft, zeigen Höchstleistungen auf dem Seil, am Trapez oder am Vertikaltuch, verblüffen mit Illusionen, Gags und Diabolokunst. Auf den Tag genau 25 Jahre nach der allerersten Circus Monti-Première feiert der Wohler Zirkus den Auftakt zu seiner 26. Saison - und überzeugt rundum mit einem erfrischenden, rhythmusreichen Programm.

Aus allen Winkeln werden die Artistinnen und Artisten hergetrommelt, bis sich die ganze quirlige Truppe tanzend und im Schlaghölzer-Wirbel in der Manege zusammenfindet und das Zirkuszelt zum ersten Mal so richtig zum Vibrieren bringt. Dieser Auftakt zeigt gleich eine der grossen und Monti-typischen Stärken des Programms: Die gut choreografierten, bunten Wimmelbilder, die dynamischen Gruppenauftritte, sind eine Freude für Auge, Ohr und Seele. Sie sind es auch, die eben den Unterschied ausmachen und das Programm zu einem kugelrunden, klingenden, sprühenden Ganzen formen.

Es ist eine junge Artistentruppe, die da im Monti-Zelt am Werk ist. Johannes Muntwyler scheint nicht nur umsichtiger Zirkusdirektor, sondern auch ein wenig Papa für alle zu sein. Und er darf stolz sein auf seine wirbeligen Ziehtöchter und Ziehsöhne auf Zeit und natürlich erst recht auf seine eigenen Söhne Mario und Tobias. Sie alle beeindrucken einerseits in ihren Spezialdisziplinen, anderseits aber mit ihren vielseitigen Talenten, ihrem grossen artistischen, musikalischen und tänzerischen Können. Vor allem aber vermitteln sie eine prickelnde Lebensfreude, die sofort aufs Publikum überspringt.

Clowns im üblichen Sinne gibt es nicht. Dafür vier «Figuren», wie sie nüchtern genannt werden. Da ist der geheimnisvolle Japaner Shinya, der durch den Abend führt, die gewiefte, energische Armelle sowie das schalkhafte Pärchen Marjolain und Benoît, das so fröhlich und unbeschwert ums rote Sofa kämpft. Feiner Witz, Komik und Gags ziehen sich durch das ganze Programm; auch daran sind eigentlich sämtliche Akteure beteiligt. Etwa Johannes Muntwyler, der sich - Zauberei, Zauberei - als Opfer von Armelle buchstäblich den Kopf verdrehen lässt...

Ganz in den Fussstapfen seines Papis bewegt sich Mario Muntwyler, der 14-jährige Jongleur, der im Winter ein «gewöhnlicher» Wohler Bezirksschüler ist. Zusammen mit Partner Stefan zeigt Mario eine rasche, abwechslungsreiche Jongliernummer und auch bei der Gruppenjonglage - alle gegen den Zirkusdirektor - wirkt Mario souverän mit. Sein Bruder Tobias, KV-Stift im ersten Lehrjahr, lässt, zusammen mit Partner Romain, variantenreich Diabolos tanzen. Zu den artistischen Höchstleitungen gehören die Schleuderbrettnummer von Joren und Japser aus Belgien, der Tanz auf dem Doppelseil von Natalie (USA), der Hand auf Hand-Auftritt von Lolita und Lennert (Frankreich/Belgien) sowie die Luftnummern von Claudel (Kanada) am Vertikaltuch und von Lola (Frankreich) am Schwungtrapez.

Welcher andere Zirkus würde es wagen, während einer ganzen Nummer das Scheinwerferlicht ausschliesslich auf 22 Hände zu richten? Der Monti tut's und präsentiert damit eine umwerfende Darbietung, in der diese Hände zu herumwuselnden Tieren, zur präzisen Ballettgruppe, zur ratternden Maschine werden. 22 Hände - sie lösen an der Première einen Sturm der Begeisterung aus.

Corinna Vitale und Oliviero Giovannoni haben gemeinsam ein wunderbares Programm erdacht, das ganz präzise auf den Circus Monti zugeschnitten ist und wohl auch nur dort funktioniert. Mit Blick aufs Detail und den grossen runden Bogen haben die beiden perfekte Regiearbeit geleistet, wobei Corinna Vitale auch für die Choreografie verantwortlich zeichnet. Oliviero Giovannoni hat einmal mehr die passende Monti-Musik gleich selbst komponiert und das hervorragende polnische Orchester setzt sie absolut virtuos um.

Die wunderschönen Kostüme - vieles in Rot, Orange und Gelb - hat Barbara Mens kreiert, das Lichtkonzept von Christoph Siegenthaler vollendet die Monti-Inszenierung.

Am Montag bricht der Circus Monti auf - gestärkt und in seiner Philosophie bestätigt durch die lang anhaltende Standing Ovation an der Première.

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