Augen wie Garagentore, Hände von 11,5 Metern Länge und ein Gesamtgewicht von 175 Tonnen. Aus dem Bodensee lächelt zur Zeit der wohl imposanteste Narr der Welt. Es ist auch der traurigste. Der verkrüppelte Hofnarr Rigoletto verliert in Giuseppe Verdis gleichnamiger Oper seine einzige Tochter Gilda. Und das gleich doppelt: Zunächst, als sie vom triebhaften Grafen von Mantua verführt wird und ein zweites Mal, als sie für den trotz Sprunghaftigkeit geliebten Grafen ihr Leben opfert. Düstere Dramatik mit wunderschöner Musik heisst also die Devise der diesjährigen Bregenzer Festspiele, wo Verdis bekannte Oper zum allerersten Mal zur Aufführung kommt.

Giueseppe Verdis «Rigoletto» wird auf XL-Dimension getrimmt

Doch wie diese kammerspielartige Oper auf XL-Dimensionen bringen? Philipp Stölzl (Regie und Bühne), die Bregenzer Bühnentechniker und 46 beteiligte Technikfirmen haben die Herausforderung fulminant gemeistert. So wurde kurzerhand die Figur des Protagonisten auf gigantische Masse getrimmt und damit begeh- und bespielbar. Dass Kopf und Hände zudem beweglich sind und der überdimensionierte Ballon in Rigolettos Hand schwebt, weil er tatsächlich mit Helium gefüllt ist, sind kleine und grosse Bühnen-Geheimnisse, die sich im Lauf jeder Vorstellung lüften werden.

Hinweis
«Rigoletto» von Giuseppe Verdi Mi, 17.7. bis So, 18.8. www.bregenzerfestspiele.com