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Elseners Quote stürzt ab: Ein Viertel weniger Zuschauer schalten bei «Late Update» ein

Nach einem rosigen Start der neuen SRF-Satiresendung «Late Update» sanken die Zuschauerzahlen bei der zweiten Folge markant. SRF relativiert.

Rund 412'000 Zuschauer schalteten den Fernseher ein, als Michael Elseners satirischer Wochenrückblick «Late Update» das erste Mal über die Bildschirme flimmerte. Mit einem Marktanteil von 29,3 Prozent zeigte sich SRF äusserst zufrieden.

Auf die Freude folgt nun die Ernüchterung: Rund ein Viertel weniger, sprich 309'000 Zuschauer lockte Elsener bei der zweiten Ausgabe vor den Fernseher, wie SRF auf Anfrage bekannt gibt. Der Marktanteil sank demnach um 7,6 Punkte auf 21,7 Prozent. Und dies, obwohl Elseners Gast, die umstrittene Juso-Präsidentin Tamara Funiciello, normalerweise als Quotengarant gilt. 

Von einem Misserfolg will SRF jedoch nicht sprechen. Dass die Quote tiefer liege, sei zu erwarten gewesen. «Wir wollen der Sendung, Michael Elsener und seinem Team, ganz bewusst Zeit geben, sich zu entwickeln.» Dazu gehöre auch, sie nicht einem «Quotendruck» auszusetzen. 

SRF relativiert weiter: Schwankungen der Zuschauerzahlen würden zu einer Neulancierung gehören. Zumindest Elseners Vorgänger Giacobbo/Müller erging es ähnlich: Nach einem Traumstart mit 619'000 Zuschauern schalteten eine Woche später noch 491'000 Neugierige ein. Neun Staffeln später war Giacobbo/Müller längst Kult. Den Stecker zieht SRF Elseners Sendung vorerst also nicht – im Gegenteil: «Unser Ziel ist vor allem strategischer Natur: Die Satire auf dem prominenten Sendeplatz am Sonntagabend wieder als wichtigen Bestandteil des Unterhaltungs-Programms zu etablieren.»

In den Sozialen Medien könnten die Reaktionen zur zweiten Folge nicht unterschiedlicher sein. Kommentare reichen von «Ohje, noch viel Luft nach oben» bis zu «Heute amüsiere mich köstlich». Lob gab es von Politikexperte Mark Balsiger: «Michael Elsener präsenter, bessere Pointen – das kommt gut», schrieb er auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. 

Nur um eine bekannte Kritikerin der ersten Stunde blieb es bisher verdächtig still: FDP-Nationalrätin Christa Markwalder, die sich vergangene Woche mächtig über Elseners Seitenhiebe gegen die Freisinnigen geärgert hatte. Unmittelbar nach der Sendung setzte sie auf Twitter den Hashtag «elsenernotfunny» in die Welt. Ob sie zu den 103'000 Zuschauern zählt, die der zweiten Folge fernblieben? Angedroht hatte sie es zumindest. 

Die zweite Folge können Sie sich hier ansehen:

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