«Club»
Matthias Aebischer wird beim «Club» ausgeladen

Matthias Aebischer war am Dienstag als Gast in der Diskussionssendung «Club» geladen. Der langjährige Moderator beim Schweizer Fernsehen kam jedoch nicht zu Wort: Ihm wurde kurzerhand wieder abgesagt.

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Matthias Aebischer

Matthias Aebischer

Schweizer Fernsehen

Nach 18 Jahren beim Schweizer Fernsehen, will Moderator Matthias Aebischer diesen Herbst für die SP in den Nationalrat. Als Moderator tritt er deswegen nicht mehr auf. Gestern sollte er in der Diskussionssendung «Club» als Gast seinen Senf zum Thema «Emanzipation: Sind Männer die Verlierer?» geben.

Doch dazu kams nicht: SF lud Aebischer aus. «Wurde soeben aus dem ‹Club› ausgeladen. Wow, das ist noch nie passiert!», vermeldete er am Abend auf Twitter.

Wie «Blick.ch» vom Moderator weiss, sei beim Schweizer Fernsehen «alles schon jetzt nervös» wegen seiner Kandidatur.

Wahlwerbung für 259'014 Franken

Seine Kandidatur könnte durchaus ein Grund für die Absage sein, will das Fernsehen Aebischer keine gratis Plattform bieten. Die «Weltwoche» rechnet in der heute erschienenen Ausgabe jedenfalls nach, wie viel der Auftritt von Matthias Aebischer im Club Wert ist. Dies, ohne zu wissen, dass der ehemalige Moderator wieder ausgeladen wurde, denn die Sendung lief nach Redaktionsschluss.

Das Magazin kommt zum Schluss, dass bei 85 Minuten Sendezeit jeder Gast durchschnittlich 14 Minuten zu Wort kommt. Da ein 20-Sekunden-Werbespot 6167 Franken koste, käme Aebischer zu einem Gratis-Werbespot von satten 259'014 Franken. (ldu)

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