Schweizer Filmpreis
«Nacht der Nominationen»: Erster Auftritt von Kulturminister Berset

In Solothurn werden am heutigen Mittwochabend an der «Nacht der Nominationen» die Anwärter auf den Schweizer Filmpreis Quartz bekannt gegeben. Zu erwarten sind mehrere Nennungen für den Kassenschlager «Der Verdingbub».

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Bundesrat Alain Berset hat heute Abend seinen ersten grosser Auftritt als Kulturminister:

Bundesrat Alain Berset hat heute Abend seinen ersten grosser Auftritt als Kulturminister:

Keystone

Bundesrat Alain Berset wird sich bei seinem ersten Auftritt als Kulturminister mit einer Rede an die Filmschaffenden wenden - so wie das auch seine Vorgänger schon getan haben. Was Berset sagen wird, ist offen. Der neue Kulturminister will sich in Solothurn aber nicht Fragen stellen. Eine Rede ja, Pressekonferenz nein: Das lassen die Organisatoren der Filmtage wissen.

Für die Branche ist die Nominationsnacht eine der jährlichen Feierstunden: Im Gegensatz zum Hauptpreis Quartz sind die Nennungen mit Geldprämien verbunden.

An die Nominierten werden dieses Jahr Preisgelder in der Höhe von insgesamt 390'000 Franken ausgeschüttet. Neu ist unter den neun Kategorien eine Auszeichnung für die beste Kamera.

Zweistufiges Wahlprozedere

Nominierbar waren die Leistungen in 97 Schweizer Filmen - etwas weniger als im Vorjahr (120). Aus den nominierbaren Filmen wählten etwa 240 Mitglieder der Schweizer Filmakademie ihre Favoriten in den verschiedenen Kategorien.

Eine aus Akademiemitgliedern bestehende, vom Eidg. Departement des Innern ernannte Kommission spricht die Nominationen basierend auf den Empfehlungen der Akademie aus. Im Februar bestimmen die Mitglieder der Filmakademie dann in einem zweiten Schritt die Preisträger.

Die Akademie vergibt zudem einen Spezialpreis für eine herausragende technische und künstlerische Leistung. Der Quartz wird am 17. März 2012 bei einer feierlichen Gala im KKL verliehen.

Transfer der Quartz-Feier?

Die Feier findet zum vierten Mal in diesem Rahmen in Luzern statt, für den Schweizer Filmpreis wird es die 15. Ausgabe sein. Organisiert wird der Wettbewerb vom Bundesamt für Kultur (BAK) in Zusammenarbeit mit der SRG SSR und der Promotionsagentur Swiss Films.

Ab 2013 übernimmt der Bund dann die volle Verantwortung für den Filmpreis, die SRG SSR bleibt mit reduziertem Engagement mit an Bord. Wo die glamouröse Feier künftig stattfindet, ist noch offen, wie BAK-Filmchef Ivo Kummer vergangene Woche in Solothurn sagte. Mehrere mögliche Austragungsorte seien im Rennen. (sda/rsn)

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