Kunst
Werke von David Pflugi im Hotel Schweizerhof ausgestellt

David Pflugi hat seine Kunst schon in Berlin, Athen oder an der Art Basel präsentiert. Der 52-Jährige erschafft einzigartige Reliefs und Skulpturen – unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fifa. Nun sind zwei seiner Werke in Luzern zu sehen.

Stefan Welzel
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Die Skulptur Courage wandelt sich je nach Betrachtungsstandpunkt vom floralem Motiv zur russischen Matrjoschka (siehe Bild unten).

Die Skulptur Courage wandelt sich je nach Betrachtungsstandpunkt vom floralem Motiv zur russischen Matrjoschka (siehe Bild unten).

Bild: GabrielKaspar/Hotel Schweizerhof Luzern

Seit über 20 Jahren erschafft der Künstler David Pflugi Werke, die von einem sehr individuellen Stil zeugen. Der gelernte Steinhauer hat sogar einen eigenen Kunstbegriff ins Leben gerufen und nennt diesen Fusionismus. Dabei kombiniert der Laufentaler Bildhauerei mit Malerei zu dreidimensionalen Reliefs und Skulpturen, auf denen wiederum zweidimensionale Bilder zu entdecken sind. Zwei Exemplare aus seinem Gesamtwerk sind seit kurzem im Foyer des Hotel Schweizerhof Luzern zu sehen und für alle Interessierten über die kommenden Wochen zugänglich.

Auch bei diesen zwei Skulpturen, eine rund anderthalb, die andere zirka drei Meter hoch, spielt Pflugi mit dem Auge und der Rezeption durch den Betrachtenden. Je nach Standpunkt und Perspektive sind gänzlich unterschiedliche Motive zu sehen. Mit dieser Vorgehensweise erinnert der Basler an prominente Vorbilder aus der Kunstgeschichte und der Epoche des Kubismus. In der grossen Figur mit dem Titel «Courage» verwandelt sich eine russische Matrjoschka-Puppe zur New Yorker Freiheitsstatue. Letztere ist auch eines der Motive der kleineren Skulptur «Night Seeds».

«Courage» ist auch eine überdimensional grosse Matrjoschka.

«Courage» ist auch eine überdimensional grosse Matrjoschka.

Bild: GabrielKaspar/Hotel Schweizerhof Luzern
Nach wie vor dieselbe Skulptur: «Courage».

Nach wie vor dieselbe Skulptur: «Courage».

Bild: GabrielKaspar/Hotel Schweizerhof Luzern

Pflugi hat sich mit seinen teils raumfüllenden 3D-Werken auch oder vor allem international einen Namen gemacht. Nicht zuletzt Fussball-Fans mit Kunstaffinität dürfte er ein Begriff sein. In seiner Reihe «Victory Works» erschuf er in Zusammenarbeit mit der Fifa für die Fussballweltmeisterschaften von 1998 bis 2014 Skulpturen, die jeweils von allen Spielern beider Finalteams der jeweiligen Weltmeisterschaft signiert wurden. Mit Performances in Athen, Berlin oder an der Art Basel arbeitete er auch am lebenden Körper in Action- und Body-Painting-Manier.

Zusätzlich zu den Skulpturen bringt ein kurzer Info-Film im Schweizerhof-Foyer die Arbeitsweise Pflugis näher. Eines der Werke bleibt voraussichtlich bis nach der Fussball-WM 2022 in Katar im Fünf-Sterne-Haus stehen.

Die Figur «Night seeds».

Die Figur «Night seeds».

Bild: Gabriel Kaspar/Hotel Schweizerhof Luzern

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