Tod

Sänger David Bowie ist im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben

Am Samstag kam erst noch sein neues Album «Blackstar» in die Läden – und nun ist er tot. Der britische Musiker und Sänger David Bowie verstarb am Sonntag 69-jährig. Das wurde auf seinem Twitter- und Facebook-Account mitgeteilt.

David Bowie ist tot. Der britische Sänger David Bowie ist im Alter von 69 Jahren gestorben, wie auf seinem Facebook- und Twitter-Account am Montagmorgen mitgeteilt wurde. Erst letzte Woche hatte Bowie sein letztes Album «Black Star» veröffentlicht.

January 10 2016 - David Bowie died peacefully today surrounded by his family after a courageous 18 month battle with...

Posted by David Bowie on Sonntag, 10. Januar 2016

David Bowie Facebook

Das um ca. 7.30 Uhr auf seine Facebook-Seite hochgeschaltete Statement lautet: «David Bowie starb heute friedlich im Kreis seiner Familie, nach einem 18-monatigen Kampf mit dem Krebs.»

Bowies Sohn, der Regisseur Duncan Jones, schrieb bei Twitter, er sei sehr traurig sagen zu müssen, dass die Todesnachricht wahr sei. Dazu postete er ein altes Bild, auf dem zu sehen ist, wie er als Kleinkind auf Bowies Schultern sitzt. Der Sänger war mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet. Die Trauung hatte 1992 in Lausanne stattgefunden, wo Bowie damals ein Haus besass.

Bowie gilt als Chamäleon der Rockmusik, hat Figuren wie Ziggy Stardust und Aladdin Sane (aka «A lad insane») erfunden:

David Bowies Frisuren über die Jahre

Der Brite hatte erst in der vergangenen Woche ein neues Album herausgebracht: «Blackstar« erschien am Freitag - an Bowies 69. Geburtstag. 

Duncan Jones, der Sohn von David Bowie, bestätigt den Tod seines Vaters und postet ein Bild aus dem Familienalbum

Duncan Jones, der Sohn von David Bowie

Konzerte auch in Montreux und Zürich

David Bowie gehörte zu den grössten und einflussreichsten Musikern der vergangenen Jahrzehnte. Der Brite hatte erst in der vergangenen Woche ein neues Album herausgebracht: «Blackstar» erschien am Freitag - an Bowies 69. Geburtstag.

Im Laufe seiner Karriere hatte er sich immer wieder komplett neu erfunden. Sein erfolgreiches Alter Ego Ziggy Stardust gab er bereits in den Siebzigerjahren auf.

Aufsehen erregte der Musiker immer wieder mit seinen Konzerten. Auch in der Schweiz begeisterte er das Publikum, so am Montreux Jazz Festival und in Zürich, wo er 2003 das ausverkaufte Hallenstadion zum Sieden brachte.

Weltweite Trauer

Bowie kam am 8. Januar 1947 im Südlondoner Stadtteil Brixton zur Welt. Zu seinen berühmtesten Liedern gehören «Let's Dance», «Heroes« und «Life on Mars». Bowie trat seit Jahren nicht mehr live auf. 2013 überraschte er, als er an seinem 66. Geburtstag nach langer Pause plötzlich neues Material veröffentlichte.

Unmittelbar nach der Nachricht über den Tod äusserten sich Prominente in aller Welt bestürzt. Musiker Kanye West twitterte: «David Bowie war eine meiner grössten Inspirationen, so furchtlos, so kreativ.» Schauspieler Russell Crowe schrieb bei dem Kurznachrichtendienst: «Ich habe deine Musik geliebt. Ich habe dich geliebt. Einer der grössten Unterhaltungskünstler, der je gelebt hat.»

Auch Grossbritanniens Premierminister David Cameron betrauerte am Montag den Tod des legendären Sängers: «Ich habe beim Aufwachsen das Popgenie David Bowie gehört und gesehen. Er war ein Meister der Neuerfindung, der es immer wieder richtig getroffen hat. Ein riesiger Verlust.»

(az/sda)

David Bowie 1972 mit «Space Oddity»

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David Bowie - Blackstar

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David Bowie live mit «Heroes»

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David Bowie live mit «Let's Dance»

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