20 bis 30 Prozent der Festival-Besucher kommen aus der Euro-Zone, wie die kaufmännische Direktorin Kim Gaynor mitteilte. Der Besucherschwund kam deshalb nicht überraschend, Massnahmen zum Ausgleich des Budgets waren deshalb schon im Vorfeld getroffen worden. 30'000 Billets wurden verkauft, 3000 weniger als im Vorjahr. 11'000 Eintritte wurden bei den Gratis-Veranstaltungen registriert.

Eine gewaltige Erhöhung gab es dafür bei den Live-Streams im Internet. Das Konzert von Valery Gergiev sahen sich nicht weniger als 34'000 Leute auf Medici.tv an. Damit wurde der von Martha Argerich gehaltene Rekord aus dem Jahr 2012, als 22'000 Klassik-Fans den Live-Stream sahen, pulverisiert.

Gergievs Konzert bildete einen der Höhepunkte des Festivals. Er ehrte die im Mai verstorbene russische Tänzerin Maïa Plissetskaïa, indem er zum Boléro von Ravel die von ihr getanzte Choreografie von Maurice Béjart über eine grosse Leinwand flimmern liess.

Als weiteres Highlight bezeichnen die Organisatoren den Eröffnungsabend unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen mit der amerikanischen Mezzo-Sopranistin Joyce DiDonato.

Das nächste Verbier Festival findet vom 22. Juli bis zum 7. August 2016 statt.